Allergie täuscht oft Virusinfekt vor

Veröffentlicht:

NEU-ISENBURG (ikr). Wenn jetzt Patienten über hartnäckigen Schnupfen klagen, kann eine Pollenallergie die Ursache sein. Auch wenn der Pollenflug von Hasel und Erle derzeit noch schwach ist, ist wieder mit den typischen Allergie-Symptomen bei Patienten zu rechnen.

"Bei vermeintlichen grippalen Infekten, die sich nach acht bis zehn Tagen nicht gebessert haben, sollte geklärt werden, ob nicht eine Pollenallergie die Ursache ist", rät Professor Ludger Klimek aus Wiesbaden. Bei immerhin 10 bis 20 Prozent der Patienten, bei denen sich Symptome wie Schnupfen und Augentränen nicht nach spätestens zehn Tagen deutlich verringert hätten, liege eine Pollenallergie vor, sagte der Allergologe der "Ärzte Zeitung".

Wichtige Unterscheidungsmerkmale: Grippale Infekte gehen häufig mit Fieber, eitrigem Sekret und geschwollenem Lymphgewebe einher. Bei Allergien sei Fieber jedoch selten, so Klimek. Und: Patienten mit Heuschnupfen klagen häufig über Juckreiz in Nase und Augen. Erhärten lässt sich die Diagnose durch Hauttests wie dem Prick-Test und Labortests, etwa auf spezifische IgE-Antikörper im Blut.

Bei der Pollenallergie genügen oft moderne Antihistaminika und Kortikoid-Nasensprays. Benötigen die Patienten zunehmend auch orale Kortikoide oder treten erste bronchiale Symptome auf, raten Experten zur spezifischen Immuntherapie. Zumindest bei Gräserpollenallergie kann jetzt noch eine Desensibilisierung gestartet werden.

Schlagworte:
Mehr zum Thema

Temperaturschwankungen nach oben

Wieso Pollen den Menschen immer mehr zu schaffen machen

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Potenzielle Schäden durch eine Influenza-Infektion an verschiedenen Organsystemen

© Springer Medizin Verlag

Impfen und Herzgesundheit

Mehr als nur Grippeschutz: Warum die Influenza-Impfung bei Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen so wichtig ist

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt a. M.
Abb. 1: Mittlere Veränderung des DAS28-CRP bis Woche 52 gegenüber Ausgangswert (primärer Wirksamkeitsendpunkt)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Anti-TNF-Therapie

Erstes Golimumab-Biosimilar erweitert Therapiespielräume bei RA, PsA, axSpA und pJIA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

© Oleh / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Off-Label-Use möglich

Long-COVID-Therapie: So schätzt Hausarzt Maibaum den G-BA-Beschluss ein

Lesetipps
Ei Spiegelei in einer Pfanne

© Kevsan / stock.adobe.com

Gastbeitrag

Sind Eier wirklich so gefährlich für Herz und Gefäße?