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Wirtschaftliche Folgekosten

Altersabhängige Makula-Degeneration kostet Deutschland knapp 8 Milliarden Euro jährlich

Die Versorgung von Patienten mit einer altersabhängigen Makula-Degeneration müsse auch wegen des demografischen Wandels dringend verbessert werden: Dafür macht sich eine Patientenorganisation stark.

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AMD im Blick: Etwa sieben Millionen Meschen leben in Deutschland mit einer altersabhängigen Makula-Degeneration.

AMD im Blick: Etwa sieben Millionen Meschen leben in Deutschland mit einer altersabhängigen Makula-Degeneration.

© AlexanderFord / Getty Images / iStock

Bonn. In Deutschland belaufen sich die wirtschaftlichen Folgekosten einer altersabhängigen Makula-Degeneration (AMD) auf 7,6 Milliarden Euro pro Jahr. Das teilt die Organisation Pro Retina International mit, die die sozio-ökonomischen Auswirkungen der AMD in mehreren Ländern untersucht hat.

Die finanziellen Belastungen verteilten sich auf direkte und indirekte medizinische Kosten sowie die sozio-ökonomische Folgen infolge einer verringerten Produktivität der Betroffenen und die Ausgaben für das Wohlbefinden des Einzelnen, heißt es in der Mitteilung. Als Beispiele führt die Organisation Behandlungen von Ängsten oder Depressionen infolge der Erkrankung an.

Besonders hoch sei der Anteil der Kosten durch die verringerte Produktivität und für den Erhalt der normalen Lebensumstände mit 25 beziehungsweise 56 Prozent. Für die Betroffenen und ihre Familien bedeute eine AMD wirtschaftliche Einbußen infolge von erzwungener Arbeitszeitreduktion oder wegen des Verlusts des Arbeitsplatzes: 73 Prozent der Betroffenen in Deutschland haben aufgrund der Erkrankung ihre Arbeitszeit reduziert, heißt es weiter.

In Deutschland lebten etwa sieben Millionen Menschen mit einer AMD. Um der Bedeutung der Erkrankung Nachdruck zu verleihen, hat Pro Retina einen bundesweiten AMD-Tag ins Leben gerufen, der jährlich am dritten Samstag im November gegangen werden soll. (eb)

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