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"Analkarzinom sollte Anlass für HIV-Test sein"

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KARLSRUHE (wst). Manche Malignome sind so überzufällig häufig mit einer HIV-Infektion assoziiert, dass nach Diagnose unbedingt ein HIV-Test folgen sollte.

Darauf hat Dr. Franz Mosthaf von einer Gemeinschaftspraxis für Hämatologie, Onkologie und Infektiologie in Karlsruhe aufmerksam gemacht. Zu berücksichtigen sei dabei nicht nur das Kaposi-Sarkom, eine der Aids-definierenden Erkrankungen. Auch neu entdeckte aggressive B-Zell-Lymphome, Hodgkin-Lymphome sowie vor allem Analkarzinome sollten stets Anlass sein, Betroffenen einen HIV-Test anzubieten, sagte Mosthaf in einem Gespräch mit der "Ärzte Zeitung"

Mosthaf korrigierte zudem die Vorstellung, das Analkarzinom werde primär durch Sexualpraktiken begünstigt, die bevorzugt Homosexuelle anwenden. Vor Beginn der HIV-Pandemie wurde das damals sehr seltene Analkarzinom am häufigsten bei älteren Frauen und nicht bei homosexuellen Männern diagnostiziert. Der entscheidende ätiologische Faktor für ein Analkarzinom bei HIV-Infizierten sei vielmehr eine persistierende anogenitale Infektion mit humanen Papilloma-Viren, hat Mosthaf berichtet.

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