Blut im Sperma

Angst oft unbegründet

Veröffentlicht:

SAPPORO. Wenn Männer erstmals Blut in ihrem Sperma entdecken, befürchten viele, eine Krebserkrankung oder Geschlechtskrankheit zu haben. Diese Angst kann eine japanische Studie den Männern nun nehmen.

Ein Team um Dr. Seiji Furuya von der University School of Medicine in Sapporo untersuchte den natürlichen Verlauf der Hämospermie anhand der Befunde von 189 von ursprünglich 199 Männern, die wegen schmerzloser Hämospermie in der Klinik betreut worden waren (Int J Urol 2016; online 12. August).

Meist kein Zusammenhang mit Krebs

Bei 42 Prozent der Probanden wurde eine Blutung der Bläschendrüsen diagnostiziert, bei 29 Prozent eine Prostatazyste in der Mittellinie des Organs und bei 21 Prozent eine Samenblasendilatation, die nicht im Zusammenhang mit Prostatakrebs stand. Bei fast 65 Prozent der Männer wurden Läsionen des Urogenitaltrakts entdeckt.

Wie die Ärzte berichteten, war bei mehr als jedem zweiten Mann (57,7 Prozent) nach vier Wochen noch Blut im Sperma nachweisbar. Das war bei jedem Dritten (34,2 Prozent) noch nach drei Monaten, bei jedem Vierten (23,3 Prozent) nach einem halben Jahr, bei 12,5 Prozent nach einem Jahr und bei 7,6 Prozent noch nach zwei Jahren der Fall.

Dabei hielt die Hämospermie bei Patienten mit einer Prostatazyste oder einer Bläschendrüsenblutung und bei Männern über 50 länger an als bei Patienten ohne diese Veränderungen und als bei Jüngeren. (ple)

Mehr zum Thema

Herzinsuffizienz mit reduzierter Pumpfunktion

Niere schützen bei HFrEF – aber wie?

Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
PARPi plus ARPi: Nur bei BRCA-Mutation oder auch für Patienten ohne Mutation?

© samunella / stock.adobe.com

Metastasiertes kastrationsresistentes Prostatakarzinom

PARPi plus ARPi: Nur bei BRCA-Mutation oder auch für Patienten ohne Mutation?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pfizer Pharma GmbH, Berlin
Abb. 1: Reduktion von HWI-Rezidiven nach initialer Verordnung des Phytotherapeutikums im Vergleich zur initialen Verordnung eines Antibiotikums

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [1]

Real-World-Daten zu unkomplizierten Harnwegsinfektionen

Pflanzliches Arzneimittel: weniger Rezidive als unter Antibiotikum

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Repha GmbH Biologische Arzneimittel, Langenhagen
Abb. 1: Typische Laborbefunde bei paroxysmaler nächtlicher Hämoglobinurie (PNH)

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [1, 7, 8]

Paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie

Unklare Hämaturie – auch an PNH denken

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
In New Orleans findet in diesem Jahr die Jahrestagung des American College of Cardiology (ACC) statt.

© aceshot/stock.adobe.com

New Orleans

Herzkongress ACC 2026: Das sind die wichtigen neuen Studien

Die Ärzte Zeitung ist jetzt auch auf Instagram aktiv.

© prima91 / stock.adobe.com

Social Media

Folgen Sie der Ärzte Zeitung auf Instagram