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Antiepileptikum hilft, mit dem Rauchen aufzuhören

CHARLOTTESVILLE (Rö). Das Antiepileptikum Topiramat hilft nach Studiendaten Alkoholikern gegen den Zwang zum Trinken, weil es die Dopamin-Freisetzung im Gehirn hemmt. Starken Rauchern unter den Alkoholikern hilft der Wirkstoff offenbar auch, das Zigarettenrauchen zu lassen.

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Daten dazu haben Dr. Bankole A. Johnson und Kollegen von der University of Virginia in Charlottesville veröffentlicht (Arch Intern Med 165, 2005, 1600). Die US-Psychiater hatten in einer Studie bei Alkoholabhängigen geprüft, ob die Substanz den Trinkzwang vermindert.

In einer Subgruppenanalyse wurde nun zudem der Effekt auf das Zigarettenrauchen analysiert. In diese Analyse gingen die Daten von 94 Alkoholabhängigen ein, die Zigaretten rauchten. 45 von ihnen erhielten den Wirkstoff, 49 Placebo. Nach neun und zwölf Wochen wurde Bilanz gezogen.

Ob die Studienteilnehmer rauchten, wurde mit dem Cotinin-Spiegel im Serum überprüft. Nach neun Wochen hatten es 19 Prozent der mit dem Wirkstoff Behandelten geschafft, nicht mehr zu rauchen. Nach zwölf Wochen waren es mit 17 Prozent noch fast genausoviele. Mit Placebo jedoch war dies zu beiden Zeitpunkten nur bei sieben Prozent der Fall.

In der Studie zur Alkoholabhängigkeit (Lancet 361, 2003, 1677) hatten die mit Topiramat Behandelten täglich sechs alkoholische Getränke weniger getrunken, mit Placebo drei. Die Zahl der Tage mit Abstinenz nahm mit dem Wirkstoff um 40 Prozent zu, bei Placebo um 15 Prozent.

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