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Phase-I/II-Studie

Antikörper bessert Motorik nach Apoplexie

Veröffentlicht:

SAN DIEGO. Ein Antikörper gegen Myelin-assoziiertes Glykoprotein MAG kann möglicherweise die neuronale Regeneration nach einem Schlaganfall beschleunigen.

In einer auf der AAN-Tagung in San Diego vorgestellten Pilotstudie ließ sich damit die Gehgeschwindigkeit deutlich verbessern.

MAG wird nach einem Schlaganfall im Gehirn hochreguliert und verhindert, dass Nervenzellen neu aussprossen. In der Phase-I/II-Studie erhielten 42 Patienten in vier Gruppen 1, 5 oder 15 mg des Antikörpers pro kg Körpergewicht oder Placebo, und zwar 24 bis 72 Stunden nach Beginn der Schlaganfallsymptome, eine weitere Dosis acht bis zehn Tage später.

Beim Endpunkt "Gehgeschwindigkeit" schnitten die Patienten mit dem Antikörper deutlich besser ab als die Kontrollgruppe.

So nahm dieser Wert mit Placebo von etwa 0,6 m/s innerhalb von vier Wochen auf etwa 0,9 m/s zu, mit der 1-mg-Dosierung von 0,2 auf 1,1 m/s und mit der 5-mg-Dosis von 0,6 auf 1,3 m/s. Mit der höchsten Dosierung unterschieden sich die Werte jedoch kaum von denen mit Placebo.

Wurden die Ergebnisse aller drei Dosierungen zusammengefasst, war die Gehgeschwindigkeit sowohl nach einem Monat als auch nach drei und vier Monaten signifikant höher als mit Placebo.

Drei unerwünschte Ereignisse wurden von den Studienärzten als möglicherweise therapieassoziiert bewertet.

So kam es bei einem Patienten unter der Antikörpertherapie zu einem Nierenversagen, bei einem weiteren zu einem erneuten Schlaganfall und bei einem Patienten zu einer Dysgeusie. Acht der Patienten entwickelten transient Antikörper gegen das Therapeutikum.

Der Wirkstoff, der vom Unternehmen GSK entwickelt wird, soll nun in einer Phase-II-Studie bei über 160 Schlaganfallpatienten geprüft werden. (mut)

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