Aufklärung

Appell an Ärzte zum "Tag des Cholesterins"

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BERLIN. Anlässlich des "Tags des Cholesterins" am 15. Juni ruft die Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung von Fettstoffwechselstörungen (Lipid-Liga) Praxen, Kliniken, Apotheken und Betriebe dazu auf, bei ihren Patienten, Kunden oder Mitarbeitern die Blutfettwerte bestimmen zu lassen.

Zur Unterstützung stellt die Fachgesellschaft Poster und Informationsflyer zur Verfügung. Hypercholesterinämie trifft jeden 250. Bundesbürger und damit doppelt so viele wie früher gedacht, so die Liga. Nur 15 Prozent der Betroffenen würden erkannt. (eb)

Bezug von Servicematerial bei: info@lipid-liga.de, Infos zum Symposium "Quo vadis Lipidologie?" am 16. Juni in Berlin unter www.lipid-liga.de

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Kommentare
Veröffentlichte Meinungsäußerungen entsprechen nicht zwangsläufig der Meinung und Haltung der Ärzte Zeitung.
Dr. Thomas Georg Schätzler

Forderungen der Lipid-Liga werden von Politik und GBA konterkariert!

Zu Recht wies die Lipid-Liga zum "Tag des Cholesterins" am 15.6.2018 darauf hin, dass Dyslipidämien in den entwickelten Industriegesellschaften zu den häufigsten Erkrankungen gehören und wegen zunehmender Lebenserwartung kardiovaskuläre Erkrankungen und Todesfälle provozieren.

In Deutschland ist weder bei Vorsorgeuntersuchungen von Kindern noch von Erwachsenen ab dem 35. Geburtstag eine Bestimmung von LDL-Cholesterin, Triglyzeriden und Lipoprotein(a) vorgesehen, obwohl viele Dyslipidämien genetische Ursachen haben.

Nicht nur die Lipid-Liga, sondern auch andere ärztliche Fachgesellschaften fordern, ein erweitertes Screening einzuführen.

Ab dem 35. Geburtstag besteht in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) alle zwei Jahre ein Anspruch auf den Checkup 35. Bei diesem ist aber lediglich die Messung des Gesamtcholesterins, der Blutglucose und ein Urinstatus vorgesehen, insuffiziente Labor-Untersuchungen mit geringer Aussagekraft.

Gesundheitspolitik, Gemeinsamer Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen (GBA) blockieren nachhaltig die Weiterentwicklung von dringend notwendigen, ärztlich geleiteten Präventionsmaßnahmen einschließlich Raucherentwöhnung, Adipositas- und Ernährungs-Beratung bzw. Suchtprävention. Die Lipid-Liga macht sich dagegen dafür stark, zumindest differenzierte Messungen des Lipid-Stoffwechsels auf die gesundheitspolitische Agenda zu setzen.

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund


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