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Barclay Medaille

Arbeit zu MRT des Herzens ausgezeichnet

Die kardiale MRT klärt zuverlässig Ursachen für akuten Brustschmerz auf. Für diese Erkenntnisse wurden Forscher nun geehrt.

Veröffentlicht:

MAINZ. Bei bis zu 15 Prozent der Patienten mit akutem Brustschmerz und dem Verdacht auf ein akutes Koronarsyndrom lässt sich im Herzkatheterlabor keine Ursache finden. In diesen Fällen besitzt die kardiale Magnetresonanztomographie eine hohe diagnostische Aussagekraft. Das hat eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe um Dr. Tilman Emrich von der Klinik und Poliklinik für diagnostische und interventionelle Radiologie der Universitätsmedizin Mainz herausgefunden (wir berichteten). Ihre Forschungserkenntnisse würdigte das Britische Institut für Radiologie (BIR) mit der Barclay Medaille für die beste Publikation des Jahres, berichtet die Unimedizin Mainz. Darüber hinaus gab es ein Preisgeld in Höhe von 500 Britischen Pfund.

Die Arbeitsgruppe diagnostizierte durch das MRT des Herzens außer einem Infarktgeschehen eine Reihe von Herzerkrankungen als Ursache des Brustschmerzes (Br J Radiol 2015; 88: 20150025). Dazu zählen zum Beispiel die Myokarditis, die Tako-Tsubo-Kardiomyopathie oder die dilatative Kardiomyopathie. Die Ergebnisse der MRT-Untersuchung stimmten bei neun von zehn Patienten mit dem klinischen Verlauf über mehrere Monate und der endgültigen Diagnose überein. (eb)

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