Direkt zum Inhaltsbereich

C2-Abusus

Arzneien zur Abstinenztherapie werden erstattungsfähig

Veröffentlicht:

BERLIN. Ärzte können alkoholabhängigen Patienten künftig zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung Medikamente verordnen, die eine Verringerung des Alkoholkonsums auslösen können. Einen entsprechenden Beschluss hat der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) am Donnerstag gefasst.

Die Entscheidung muss noch vom Bundesgesundheitsministerium genehmigt werden. Die Verordnungen können für drei, in begründeten Ausnahmen für bis zu sechs Monate ausgestellt werden.

"Übergeordnetes Ziel der Behandlung von Alkoholabhängigen bleibt die völlige Abstinenz", betonte der unparteiische Vorsitzende des GBA, Josef Hecken. Der Beschluss eröffne lediglich die Möglichkeit, Ausnahmen zu schaffen. Es könne Fälle geben, in denen Betroffene länger auf einen Therapieplatz warten müssen.

Diese Patienten sollen künftig mit einer medikamentösen Therapie darin unterstützt werden, weniger Alkohol zu trinken und sich so leichter von einer Therapie überzeugen lassen. Die Bundesregierung sieht einen therapeutische Unterversorgung Alkoholabhängiger nicht belegt.

In Deutschland sterben jährlich etwa 74.000 Menschen an den Folgen von Alkoholmissbrauch. Die Bundesregierung gibt die direkten Kosten der Behandlung alkoholkranker Menschen mit zehn Milliarden Euro im Jahr an. Etwa 9,5 Millionen Menschen in Deutschland trinken häufig über den Durst, etwa 1,3 Millionen sind Alkoholiker. (af)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Was die MS-Behandlung auszeichnet

© Suphansa Subruayying | iStock

Lebensqualität

Was die MS-Behandlung auszeichnet

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

© AscentXmedia | iStock

Lebensqualität

Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Ofatumumab zeigt günstiges 8-Jahres-Sicherheitsprofil

© William / Generated with AI / Stock.adobe.com

Aktive schubförmige Multiple Sklerose

Ofatumumab zeigt günstiges 8-Jahres-Sicherheitsprofil

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
Tab. 1: Stufentherapieschema zur verlaufsmodifizierenden Therapie der generalisierten Myasthenia gravis

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [6]

Generalisierte Myasthenia gravis

Krankheitssymptome und Therapielast wirksam lindern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alexion Pharma Germany GmbH, München
Dr_Microbe / stock.adobe.com

© Dr_Microbe / stock.adobe.com

Fünf Jahre orale Therapie mit Risdiplam

Breite Anwendbarkeit bei 5q-assoziierter SMA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Neudefinition mit praktischen Konsequenzen

COPD: Schon ab einer moderaten Exazerbation in Gruppe E!

Lesetipps
Es muss nicht immer die ganze Packung sein. Bei Abklingen der Symptome reicht oft eine kürzere Dauer der Antibiotikatherapie.

© umang / stock.adobe.com

Kürzer ist oft besser

Wann ein Antibiotikum früher abgesetzt werden kann