Asthma/COPD

Asthma: Derselbe Inhalator zur Dauer- und Bedarfstherapie

KOPENHAGEN (ikr). Erwachsene, die bei Asthma eine Dauertherapie mit inhalativem Budesonid und Formoterol als Fixkombination erhalten, können diese jetzt auch als Bedarfsmedikation zur raschen Symptomkontrolle anwenden.

Veröffentlicht: 20.02.2007, 08:04 Uhr

"Damit benötigen die Patienten nur noch einen einzigen Inhalator, und außerdem ist die Asthmakontrolle besser als bei einer Bedarfstherapie ohne Kortikosteroid", so Professor Claus Vogelmeier aus Marburg.

Die bereits seit längerem zur Dauertherapie bei Asthma und COPD erhältliche Fixkombination Symbicort® ist seit kurzem unter dem Namen Symbicort® Smart auch zur Bedarfsmedikation bei Erwachsenen mit Asthma zugelassen. Das Präparat enthält das Kortikoid Budesonid sowie das rasch und zugleich langwirksame Beta-2-Mimetikum Formoterol.

Das Konzept habe sich bereits in mehreren Studien bei insgesamt mehr als 14  000 Asthma-Patienten bewährt, sagte Vogelmeier bei einer Veranstaltung von AstraZeneca in Kopenhagen. Eine davon ist eine im "Lancet" (368, 2006, 744) publizierte Studie mit 3394 Patienten.

1141 Patienten inhalierten ein Jahr lang zweimal täglich 160 µg Budesonid plus 4,5 µg Formoterol als Dauertherapie sowie 0,4 mg Terbutalin bei Bedarf. 1140 Patienten erhielten die gleiche Dauertherapie und 4,5 µg Formoterol bei Bedarf, 1113 Patienten Budesonid plus Formoterol als Dauer- und Bedarfstherapie. Primärer Endpunkt war die Zeitdauer bis zur ersten Exazerbation, das heißt bis eine Klinikeinweisung oder Notfalltherapie wegen Asthma oder für mindestens drei Tage eine orale Steroidtherapie notwendig wurde.

Es gab 867 schwere Exazerbationen. Patienten mit Kombi-Bedarfstherapie blieben wesentlich länger davon verschont als die übrigen Patienten. Mit der Kombitherapie bei Bedarf traten innerhalb eines Jahres 194 schwere Exazerbationen auf. Mit Formoterol als Bedarfstherapie waren es 296 und mit Terbutalin 377. Das sind mit der Kombitherapie bei Bedarf 19 Ereignisse pro 100 Patienten pro Jahr im Vergleich zu 29 mit Formoterol und 37 mit Terbutalin.

Das bedeutet eine relative Risikoreduktion um 33 Prozent pro Patient pro Jahr mit der Kombitherapie im Vergleich zu Formoterol und eine Reduktion um 48 Prozent im Vergleich zu Terbutalin.

Alle drei Therapie-Schemata wurden gut vertragen. Unerwünschte Wirkungen wie Tremor oder Heiserkeit waren mit 0,1 bis ein Prozent in allen Therapiegruppen selten.

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