Auch Wein lässt krankmachenden "Bierbauch" wachsen

Regelmäßiger Alkoholkonsum vergrößert den Taillenumfang und damit das Risiko für Herzkreislauf-Leiden und Diabetes.

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Regelmäßig Bier, Wein und anderer Alkohol fördern den dicken Bauch.

Regelmäßig Bier, Wein und anderer Alkohol fördern den dicken Bauch.

© Carl Nelson / photos.com

POTSDAM-REHBRÜCKE (eb/eis). Bei Männern und Frauen hängen jahrelanger erhöhter Alkoholkonsum und zunehmende Stammfettsucht zusammen, berichten Forscher vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE). Die Wissenschaftler haben Daten der EPIC*-Studie mit mehr als 250.000 erwachsenen Europäern ausgewertet (J Clin Nutrit online 11. Mai).

Dabei ergab sich: Männer, die im Schnitt über Jahre mehr als zwei Gläser alkoholhaltiger Getränke wie Wein, Bier oder Schnaps pro Tag tranken, hatten im Vergleich zu Männern mit durchschnittlich nur sehr wenig Alkoholkonsum einen um 1,1 cm größeren Bauchumfang. Auch das Körpergewicht der Männer erhöhte sich mit dem Alkoholkonsum.

So lag der Body-Mass-Index (BMI) bei Vieltrinkern durchschnittlich bei 28,3, während Wenigtrinker im Schnitt einen BMI von 27,3 aufwiesen. Bei einer 1,80 Meter großen Person entspricht dies einem durchschnittlichen Gewichtsunterschied von mehr als drei Kilogramm.

Bei Frauen war der Unterschied im Bauchumfang sogar noch deutlicher ausgeprägt. Frauen, die über einen sehr langen Zeitraum mehr als zwei Gläser pro Tag tranken, hatten im Schnitt einen um etwa 1,5 cm größeren Taillenumfang als Frauen, die nur sehr wenig oder gar keinen Alkohol konsumierten.

Dagegen unterschied sich der durchschnittliche BMI von viel und sehr wenig trinkenden Frauen kaum.

Dies weist darauf hin, dass ein hoher Alkoholkonsum besonders bei Frauen die Körperfettverteilung ungünstig beeinflusst, weil die Ansammlung von Körperfett im Oberbauch begünstigt wird. Nimmt der Taillenumfang zu, steigt auch das Erkrankungsrisiko für Typ-2-Diabetes sowie bestimmte Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

"Die Unterschiede im Bauchumfang sind nicht extrem groß. Dennoch sind sie eindeutig und könnten für die Gesundheit der Gesamtbevölkerung eine Rolle spielen", lautet das Fazit von Dr. Manuela Bergmann aus der DIfE-Forschergruppe.

*European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition

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