Kommentar – Soziale Mobilität

Auf Kooperationskurs

Angela MisslbeckVon Angela Misslbeck Veröffentlicht:

Kinder aus sozial schwachen Familien sind häufiger gesundheitlich auffällig als Kinder aus gut situierten Haushalten. Ihre Auffälligkeiten behindern beim Lernen: Sie haben schlechtere Bildungschancen und damit erneut ein höheres Armutsrisiko. Vor diesem Abwärtsstrudel wollen Pädiater bewahren. Doch sie wissen, dass dies nicht allein gelingen kann.

Deshalb haben sie das Engagement für Prävention im Kindesalter zur gesellschaftspolitischen Angelegenheit erklärt. Auch in der Kinder- und Jugendhilfe hat sich diesbezüglich schon viel getan. Frühe Hilfen sind ein zentrales Stichwort. An Angeboten mangelt es nicht. Doch die vielfältigen Angebote beider Systeme helfen wenig, wenn sie isoliert vor sich hindümpeln.

Um benachteiligten Kindern wirklich zu helfen, müssen Kinderärzte und Jugendhilfe an einem Strang ziehen. In Hamburg ist dafür mit dem Projekt Babylotse ein Ansatzpunkt gefunden, der rund um die Geburt greift. Ein neues Projekt in Nordrhein-Westfalen will nun Sprechstunden der Kinder- und Jugendhilfe in Kinderarztpraxen integrieren. Die Idee klingt vielversprechend. Zu hoffen ist, dass es gelingt, stabile Brücken zwischen Gesundheits- und Kinder- und Jugendhilfesystem zu bauen. Denn das kommt letztlich den Kindern zugute.

Lesen Sie dazu auch: Sozial schwache Familien: Pädiater setzen auf mehr Kooperation mit Jugendhilfe

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Studie mit Fremanezumab

CGRP-Antikörper lindert Migräne auch bei Minderjährigen

Real-World-Daten aus Deutschland zum Lennox-Gastaut- und Dravet-Syndrom

Cannabidiol in der klinischen Praxis: vergleichbare Wirksamkeit bei Kindern und Erwachsenen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Jazz Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Rückgang der generalisierten tonisch-klonischen Anfälle unter Cannabidiol + Clobazam

© Springer Medizin Verlag , modifiziert nach [1]

Real-World-Daten aus Deutschland zum Lennox-Gastaut- und Dravet-Syndrom

Cannabidiol in der klinischen Praxis: vergleichbare Wirksamkeit bei Kindern und Erwachsenen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Jazz Pharmaceuticals Germany GmbH, München

Chronisch kranke Kinder

Mangelernährung frühzeitig erkennen und konsequent angehen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Danone Deutschland GmbH, Frankfurt/Main
Rett-Syndrom: früh diagnostizieren, Betroffene bestmöglich fördern und Familien entlasten

© Olia / Generated with AI / stock.adobe.com

Neurologische Entwicklungsstörung

Rett-Syndrom: früh diagnostizieren, Betroffene bestmöglich fördern und Familien entlasten

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Acadia Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Umbrella-Review

Welcher Sport bei Depression und Angststörung am besten hilft

Lesetipps
Nahaufnahme der Hände eines Labortechnikers mit einem Röhrchen mit einer Blutprobe darin aus einem Gestell mit anderen Proben.

© angellodeco / stock.adobe.com

Kasuistik

Massiv erhöhter CA-19-9-Wert weckt falschen Krebsverdacht