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Bald mit Probiotika gegen Autismus?

WIEN (hub). Können Diät und Probiotika Autismus lindern? Vergleiche der Darmflora von Autisten und Gesunden deuten daraufhin.

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Mit Probiotika (etwa probiotischen Joghurts) gegen Autismus - das könnte eine Therapie-Option sein.

Mit Probiotika (etwa probiotischen Joghurts) gegen Autismus - das könnte eine Therapie-Option sein.

© Alessio Cola / fotolia.com

Vor einiger Zeit ging das Gerücht um, die Masern-Impfung könne zu Autismus führen. Der vorgeschlagene Mechanismus lautete: Die Impfviren wirken auf den Gastrointestinaltrakt, verändern dort die Permeabilität für Toxine und führen so letztlich zum Autismus.

Zwar wurde in keiner epidemiologischen Studie ein solcher Zusammenhang gefunden und die dem Gerücht zugrunde liegende Studie wurde zurückgezogen, die These hält sich jedoch weiter.

Dass der GI-Trakt dennoch eine entscheidende Rolle bei der Autismus-Entstehung haben könnte, legt der Vergleich von Enzymen und mRNA aus dem Dünndarm von Autisten und Gesunden nahe. So ist im Dünndarm von Autisten die Menge an mRNA für Sucrase-Isomaltase, a-Glucosidase, Lactase und weitere Enzyme erniedrigt, jene für das aktinassoziierte Protein Villin jedoch erhöht. Das berichtete Professor W. Ian Lipkin von der Columbia University in den USA.

"Auch das Verhältnis von Firmicutes und Bacteroides im Ileum von Autisten und Gesunden unterscheidet sich", sagte Lipkin beim Roche-Symposium "Infectious Diseases 2010" in Wien. Auch wenn die Verbindung vom Darm zum Gehirn noch völlig unklar ist, könnte die Therapie bei Autismus künftig vielleicht in einer spezifischen Diät und der Gabe von Probiotika bestehen. Weitere Daten soll jetzt die Autism-Birth-Cohort-Studie mit fast 110 000 Kindern liefern.

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