Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar zu Analgetika

Bedenklich viele Tabletten

Von Dr. Elke Oberhofer Veröffentlicht:

Vielen Jugendlichen schmerzt häufig der Kopf. In einer WHO-Umfrage zeigte sich, dass in Europa jeder dritte Teenie immer wieder über Kopfweh klagt. Die Autoren sind vor allem deshalb besorgt, weil die Teenager dagegen offenbar ziemlich wahllos Tabletten nehmen: Wer unter Kopfweh litt, nahm oft auch Mittel gegen Bauchweh, und wem es im Rücken zog, der war auch mit Kopfschmerzpräparaten schnell bei der Hand.

Das zeigt, dass dahinter mehr steckt als der Schmerz an sich. Münchener Pädiater haben vor Kurzem eine Studie mit 1675 Gymnasiasten zum Thema durchgeführt.

Das erschreckende Ergebnis: Über 80 Prozent hatten mindestens einmal im letzten halben Jahr Kopfweh gehabt, ein Viertel nahm regelmäßig Medikamente ein. Das Ausmaß überrascht, nicht aber die Erklärung der Forscher für das Phänomen: Stress.

Viele Jugendliche zerbrechen sich im wahrsten Sinne des Wortes den Kopf über Konflikte in Schule und Elternhaus. Als Arzt wird man diese Probleme nicht lösen können.

Man kann den Kindern und ihren Eltern aber Tipps geben, was gegen stressbedingten Kopfschmerz hilft: Entspannungstechniken, genügend Schlaf, Bewegung, viel trinken, PC-Karenz. Und - vor allem bei Kindern - eben nicht zwangsläufig die Schmerztablette.

Lesen Sie dazu auch: WHO-Bericht: Nehmen Teenies zu häufig Schmerzmittel?

Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Opioid-induzierte Obstipation

Paradigmenwechsel in der Behandlung: Vom Stuhl zum Nervensystem

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Grünenthal GmbH, Aachen
Abb. 2: Schneller Wirkeintritt von Naldemedin im Vergleich zu Placebo in den Studien COMPOSE-1 und COMPOSE-2

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [15]

Opioidinduzierte Obstipation

Selektive Hemmung von Darm-Opioidrezeptoren mit PAMORA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Viatris-Gruppe Deutschland (Mylan Germany GmbH), Bad Homburg v. d. Höhe
Abb. 1: Anteil der PMR-Patientinnen und -Patienten mit anhaltender Remission (primärer Endpunkt)

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [3]

Erstes steroidsparendes Biologikum bei Polymyalgia rheumatica

Sarilumab schließt eine therapeutische Lücke

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt a. M.
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Übersicht und Metaanalyse

Probiotika könnten Arthrose-Beschwerden lindern

Lesetipps
Ältere Frau sitzt auf dem Boden und hält sich den Kopf.

© LIGHTFIELD STUDIOS / stock.adobe.com

Stürze vermeiden!

Synkopen wegen Blutdruck-Schwankungen: Worauf es dann ankommt