Belladonna, Apis, Silicea bei Gelenkbeschwerden

Von Ursula Armstrong Veröffentlicht:

Kollegen, die Homöopathie anwenden, möchten sie meist nicht mehr missen, auch wenn der Wirkmechanismus nach streng wissenschaftlichen Kriterien nicht faßbar ist. Und viele Patienten lieben die Homöopathie als wirksame Medizin ohne unerwünschte Effekte.

Vor solchen Effekten fürchten sich bekanntlich viele Patienten. Auswertungen der Herner Arthrose-Studie etwa, in der die über 40jährigen Einwohner der Stadt befragt wurden, haben ergeben, daß 60 Prozent Angst vor unerwünschten Arzneiwirkungen haben. Gerade solche Patienten nehmen gerne homöopathische Therapien an oder fragen auch gezielt danach.

Homöopathie - das heißt nicht unbedingt klassische Homöopathie. Viele Kollegen schwören auf Einzelpräparate und kombinieren diese je nach Patient und Beschwerdebild auch. Die Zahl der empfohlenen Mittel bei Gelenkbeschwerden ist groß. Hier nur eine kleine Auswahl, was Kollegen im GU-Kompaß "Homöopathie" empfehlen.

  • Bei hochroter heißer Entzündung mit pochenden, klopfenden Schmerzen, wenn das Gelenk stark druck-, berührungs- und erschütterungsempfindlich ist und sich die Beschwerden durch warme Auflagen verbessern, eignet sich Belladonna D12 (jede Stunde bis alle vier Stunden).
  • Ist das Gelenk dagegen blaßrot und stark geschwollen, sind die Schmerzen eher stechend und bessern sich die Beschwerden durch kühle Umschläge, ist Apis D12 angezeigt (jede Stunde bis alle drei Stunden).
  • Bei einer Gelenkentzündung mit starken stechenden Schmerzen, wenn die kleinste Bewegung schmerzhaft ist, der Patient ärgerlich und gereizt ist und sich die Beschwerden durch kalte Auflagen bessern, wird Bryonia D12 (jede Stunde bis alle sechs Stunden) empfohlen.
  • Allgemein bei Arthrose bewährt haben sich die Mittel Calcium fluoraticum D6 und Silicea D12, zwei- bis dreimal täglich.
  • Schmerzt das Gelenk nach Überanstrengung, Zerrung oder Verletzung, ist das erste Mittel Arnica D12, alle zwei bis sechs Stunden.

Andere Kollegen greifen gerne auf Komplexpräparate zurück, in denen mehrere Homöopathika passend zu definierten Beschwerden kombiniert sind.

  • Ein Beispiel ist Bryorheum®. Das Komplexmittel ist geeignet bei degenerativen Gelenk- und Wirbelsäulenbeschwerden, etwa Knie- und Hüft-Arthrosen, sowie bei Gelenkentzündungen.
  • Rhus Rheuma Gel N ist etwa bei rheumatoiden Schmerzen an kleinen und großen Gelenken eine Option.
  • Denisia® Nr. 8 kann bei verschiedenartigen rheumatischen Schmerzen des Stütz- und Bewegungsapparates angewandt werden, besonders wenn arthrotische Gelenke zu Beginn einer Bewegung schmerzen.
  • Bei entzündlichen oder verschleißbedingten Gelenkerkrankungen mit ziehenden Schmerzen, Steifheit und Taubheitsgefühl ist etwa Rhus toxicodendron Pentarkan® eine Option.
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: AIO-KRK-0424/ass-Registerstudie: Leitlinienadhärenz

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [5]

BRAFV600E-mutiertes mCRC nach systemischer Vortherapie

Registerstudie weist auf Defizite in der Umsetzung der Leitlinienempfehlungen hin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pierre Fabre Pharma GmbH, Freiburg
Abb. 1: Mittlere Veränderung des DAS28-CRP bis Woche 52 gegenüber Ausgangswert (primärer Wirksamkeitsendpunkt)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Anti-TNF-Therapie

Erstes Golimumab-Biosimilar erweitert Therapiespielräume bei RA, PsA, axSpA und pJIA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

© Oleh / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Muskuloskelettale Erkrankungen

Was bringt Kinesiotaping?

Asthma, COPD und Co.

Acht Fehler bei der Inhalationstherapie – und wie es richtig geht

Lesetipps
Ein Kardiologe verwendet einen Schlauch für die Radiofrequenzkatheterablation eines Patienten mit Vorhofflimmern.

© romaset / stock.adobe.com

Nach Katheterablation

Kontrolle von Risikofaktoren schützt vor Vorhofflimmern-Rezidiven

Eine Blutprobe zur Bestimmung von vier kardiovakulären Schlüsselmarkern.

© Henrik Dolle / stock.adobe.com

Verdacht auf Myokardinfarkt

Wenn erhöhte Troponine täuschen und es kein Herzinfarkt ist

Diabetischer Fuß mit Ulkus

© Brauer / stock.adobe.com

Innovative Therapieansätze

Mit Fischhaut gegen den diabetischen Fuß