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Appell von Fachgesellschaft

Bessere Teilhabe für Kinder mit Handicaps

Die Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin macht den „Ampel“-Verhandlern einen Formulierungsvorschlag mit dem Ziel, Sektorengrenzen abzubauen.

Veröffentlicht:

Berlin. Einer angemessenen Teilhabe von Kindern und Jugendlichen mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen stand bislang das starre Denken in Sektoren und Sozialversicherungssysteme mit ständig wechselnden Zuständigkeiten entgegen.

Die Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin (DGSPJ) begrüßt daher die Haltung, auf die sich SPD, Grüne und FDP in ihrem Sondierungspapier dazu verständigt haben. Darin heißt es: „Wir konzentrieren uns auf die Kinder, die am meisten Unterstützung brauchen.“ Und weiter: „Gleichzeitig wollen wir (…) Teilhabe stärken. Bund, Länder und Kommunen sollen gemeinsam darauf hinwirken, dass jedes Kind die gleiche Chance auf Entwicklung und Verwirklichung hat.“

„Zusammenschluss aller Akteure fördern“

In einem Schreiben an alle Gesundheitspolitiker der mutmaßlich künftigen Regierungsfraktionen plädiert die DGSPJ dafür, die Vorlage für den Koalitionsvertrag zu präzisieren, und zwar wie folgt: „Für ein gesundes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen in unserem Land müssen alle Sektoren gemeinsam sorgen – insbesondere zählen dazu Gesundheit, Soziales und Bildung, aber auch Umwelt, Verkehr und Städtebau. Wir möchten den Zusammenschluss aller Akteure zu einer Verantwortungsgemeinschaft fördern und trennende Schnittstellen in der Finanzierung und Organisation der Leistungen für Kinder und Jugendliche mit und ohne Handicaps überwinden, um damit mehr Teilhabe zu ermöglichen.“

Diese würde den Kindern, deren vollständige Teilhabe in die Gesellschaft aussteht, neue Optionen eröffnen, argumentiert die DGSPJ. (ras)

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