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Diabetes

Bestimmte Proteine schützen vor diabetischer Neuropathie

Sinkt in Nervenzellen die Konzentration einer bestimmten Sorte von Proteinen, hat dies Nervenschäden zur Folge. Das kann bei Diabetikern zu Neuropathie führen, haben Heidelberger Forscher entdeckt.

Veröffentlicht:

Heidelberg. Die Bindung einer bestimmten Sorte Proteine an Stoffwechselenzyme schützt vor diabetischer Neuropathie. Gibt es in Nervenzellen weniger dieser SUMO-Proteine genannten Eiweiße, hat dies Nervenschäden zur Folge, haben Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät Heidelberg herausgefunden.

Dafür hatten die Forscher Studien in Mausmodellen und an Patientenproben vorgenommen. Die Schädigung der Nervenzellen ist eine Folge der Bildung schädlicher Stoffwechselprodukte, die bei einer verringerten Bindung der Proteine an Stoffwechselenzyme entstehen, heißt es in einer Mitteilung der Universitätsklinik Heidelberg.

Therapeutische Anwendung soll entwickelt werden

Außerdem verändere ein Rückgang der Proteine die Aktivität wichtiger Ionen-Kanäle wie TRPV1 in den Nervenzellmembranen und damit die Verarbeitung von Schmerz- und Hitzereizen. Diese führe beim Fortschreiten der diabetischen Neuropathie zu chronischem Schmerz (Neuron 2020; online 30. Juli).

Die Heidelberger Forscher wollen weitere Arbeiten anschließen, um aus den Erkenntnissen eine mögliche therapeutische Anwendung zu entwickeln. Dabei soll untersucht werden, ob der Spiegel der SUMO-Proteine vom Blutzuckerspiegel abhängt und mit welchen Substanzen die Schutzwirkung dieser Proteine wiederhergestellt werden kann, um Diabetes-Spätfolgen entgegenwirken zu können. (eb)

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