Infektionen

Bislang genaueste Malaria-Karten vorgestellt

OXFORD (mut). Ein internationales Forscherteam hat die bislang detailliertesten Karten zum Malariarisiko online gestellt. Ärzte aber auch Reisende können Daten und Karten zum Infektionsrisiko in sämtlichen tropischen Ländern einzeln herunterladen. Die Karten mit einer Auflösung von 25 km

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werden jährlich aktualisiert.

Die Karten des Malaria Atlas Project (MAP) basieren auf Daten von 200 Forschern und Malaria-Experten, die weltweit zwei Jahre lang das Infektionsrisiko mit dem gefährlichsten Malaria-Erreger Plasmodium falciparum evaluiert haben. Bei neun von zehn Malaria-Toten liegt eine Infektion mit diesem Plasmodium-Stamm vor. Nach den aktuellen MAP-Daten lebten im Jahr 2007 insgesamt 2,4 Milliarden Menschen im Verbreitungsgebiet von Plasmodium falciparum, davon aber nur ein Viertel in Gebieten mit hohem Infektionsrisiko.

Diese wiederum befinden sich fast ausschließlich in Afrika südlich der Sahara. In Afrika lebt mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Gebieten mit hohem Risiko. In solchen Regionen lassen sich die Plasmodien bei mehr als 40 Prozent der Kinder im Alter von zwei bis zehn Jahren im Blut nachweisen. In dieser Altersgruppe ist die Malaria-Prävalenz bekanntlich am höchsten. Der Anteil von Plasmodien-positiven Kindern dient dabei als Maß für das Infektionsrisiko.

Für die Malaria-Weltkarte haben die Forscher mit Unterstützung des Wellcome Trust etwa 11 000 lokale Untersuchungen zur Malaria-Prävalenz ausgewertet. In die Berechnungen wurden zudem Satelliten-gestützte Daten zu Klima und Geografie einbezogen. Die Ergebnisse wurden vor kurzem in der Zeitschrift PLoS Medicine (6/3, 2009, e1000048) veröffentlicht.

Die Malaria-Karten können auf der Seite www.map.ox.ac.uk unter "Data" von allen Interessierten heruntergeladen werden.

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