CED: Enzym macht Darmschleimhaut löchrig wie Käse

MÜNCHEN (eb). Wissenschaftler der Technischen Universität München haben jetzt einen bisher unbekannten Wirkungsmechanismus zwischen nützlichen Darmbakterien, genetischer Veranlagung und dem Ausbruch von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) aufgeklärt.

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Hauptakteur ist das Bakterium Enterococcus faecalis - ein zumeist nützlicher Bewohner der natürlichen Darmflora (Gastroenterology 2011; 141: 959-971).

Der Keim kann aber CED wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa auslösen. Und zwar mittels des von E. faecalis produzierten Enzyms Gelatinase: Bei einer genetischen Anfälligkeit für Darmentzündungen durchlöchert es die Darmschleimhaut und öffnet so Krankheitserregern Tür und Tor.

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