Schlafapnoe

CPAP hilft auch Frauenherzen

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WIESBADEN. Die CPAP-Behandlung bei obstruktiver Schlafapnoe (OSA) bessert nicht nur die respiratorische Situation, sondern auch das kardiovaskuläre Risikoprofil. Zweifelsfrei bewiesen war das bis vor Kurzem allerdings nur für Männer.

Professor Michael Arzt vom Schlaflabor der Universitätsklinik Regensburg berichtete über eine kürzlich publizierte Studie, die zumindest stark darauf hindeutet, dass der Zusammenhang auch für Frauen gilt (Ann Int Med 2012; 156(2): 115-22).

In zwei spanischen Schlaflabors wurden über einen Zeitraum von neun Jahren 1116 Frauen für im Median sechs Jahre begleitet. Darunter waren behandelte und unbehandelte Frauen mit schwerer und mit mild bis moderater OSA sowie als Kontrollgruppe Frauen ohne OSA.

Die Daten zeigen, dass die kardiovaskuläre Sterblichkeit der Frauen mit unbehandeltem, schwerem OSA nach Adjustierung für andere Risikofaktoren um signifikante drei- bis viermal höher liegt als in der Kontrollgruppe.

Auch bei Frauen mit mildem bis moderatem OSA ist die kardiovaskuläre Sterblichkeit erhöht, allerdings nicht signifikant.

Durch CPAP normalisiert sich die kardiovaskuläre Sterblichkeit der Frauen mit schwerem OSA in dieser Untersuchung vollständig. Es handelte sich allerdings nicht um eine randomisiert-kontrollierte Studie, sondern um eine prospektive Beobachtungsstudie. (gvg)

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