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Stenosen

CTA plus CT hilft bei Einschätzung

Nicht alle Menschen mit Stenosen bei einer KHK benötigen eine Revaskularisierung. Wann sie wirklich angezeigt ist, verrät die Kombination zweier bildgebender Verfahren.

Von Rainer Klawki Veröffentlicht:

MÜNCHEN. Mit welchen Methoden lässt sich am besten feststellen, bei welchen Stenosen Patienten mit koronarer Herzkrankheit eine Intervention benötigen?

Auf diese Frage liefert eine Studie, die beim ESC-Kongress 2012 in München vorgestellt wurde, nun eine Antwort.

Demnach lässt eine Kombination aus nicht-invasiver CT-Angiografie (CTA) und CT-Bildgebung der Myokardperfusion (CTP) mit großer Genauigkeit Aussagen über diejenigen Patienten zu, die eine koronare Herzkrankheit mit hämodynamisch relevanten Stenosen haben.

Nur Patienten mit relevanten Stenosen benötigen auch eine Revaskularisierung, wie Professor Joao A. C. Lima vom Johns Hopkins Hospital in Baltimore im US-Staat Maryland beim ESC berichtet hat.

In der CORE320-Studie wurde die Kombination aus CTA und CTP sowohl mit der invasiven Koronarangiografie als auch mit Single Photonen-CT für die Myokardperfusion (SPECT-MPI) verglichen.

Keine erhöhte Strahlendosis mit neuen Geräten

Geprüft wurde, ob sich das kombinierte Verfahren eignet, bestehende rheologisch relevante Stenosen zu detektieren. Insgesamt 436 Patienten mit bekannter KHK wurden dazu an insgesamt 16 Zentren untersucht.

Die Patienten-basierte Genauigkeit einer kombinierten CTA und CTP zur Aufdeckung oder zum Ausschluss einer relevanten Stenose betrug 0,87 und 0,89.

Voraussetzung war, dass als Stenose-Standard mehr als 50 Prozent und weniger als 70 Prozent Lumenverengung angenommen wurden. Es zeigte sich, dass CTA und CTP eine ähnliche diagnostische Aussagekraft hatten wie die Kombination von ICA und SPECT-MPI nach 30 Tagen.

Die Studie ist vom Unternehmen Toshiba Medical Systems unterstützt worden. Es konkurriert mit Systemen zur direkten Bestimmung der Flussreserve.

Auf die Frage der "Ärzte Zeitung", ob die Durchleuchtungszeiten bei der Kombination verlängert sind oder ob die Strahlungsdosis eventuell erhöht ist, antwortete Lima, das sei mit den neuen Geräten nicht der Fall.

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