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Defizite in der Versorgung Migräne-Kranker

MARBURG (mar). 62 Prozent der Kopfschmerz-Patienten - überwiegend mit Migräne - sind unzufrieden mit ihrer Therapie. Vor allem eine ineffiziente Pharmakotherapie und die Schwierigkeiten, einen Kopfschmerzspezialisten zu erreichen, sind die Hauptgründe für den Unmut der Betroffenen - so das Resultat einer europaweiten Umfrage.

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Defizite in der Versorgung Migräne-Kranker

© Foto: fred goldsteinwww.fotolia.de

Defizite in der Behandlung von Migräne-Patienten hat die "Umfrage zur Versorgungsrealität von Migräne-Patienten" in Deutschland und acht anderen europäischen Staaten zutage gebracht. Initiiert wurde sie von der European Headache Alliance (EHA), dem Dachverband europäischer Patientenorganisationen. In Deutschland wurde die Umfrage vom Deutschen Grünen Kreuz (DGK) unterstützt.

Bei den insgesamt 1642 Befragten, davon 561 aus Deutschland, war Migräne mit 82 Prozent die häufigste Kopfschmerzform. In Deutschland waren davon 60 Prozent betroffen, gefolgt von Spannungs- (28 Prozent) und Clusterkopfschmerz (7 Prozent). Immerhin 62 Prozent der Befragten konsultieren wegen ihrer Kopfschmerzen regelmäßig einen Angehörigen der Gesundheitsberufe: 40 Prozent einen Allgemeinmediziner, 27 Prozent einen Neurologen, 6 Prozent eine Kopfschmerzklinik und 12 Prozent einen Apotheker.

Auf die Frage nach den genutzten Therapieformen wird deutlich, dass nur 16 Prozent eine medikamentöse Prophylaxe erhalten. 37 Prozent der Migräne-Patienten nehmen Akutschmerzmittel wie Triptane ein, 30 Prozent greifen zu frei verkäuflichen Präparaten.

Auf die Frage "Was ist der Grund für die Unzufriedenheit mit dem Umgang und der Behandlung der Beschwerden?" gaben 30 Prozent eine ineffiziente Therapie an und 29 Prozent Schwierigkeiten, einen Kopfschmerzspezialisten zu erreichen. Jeweils 13 Prozent nannten einen zu großen zeitlichen Abstand zwischen den Behandlungen oder eine unzureichende Erklärung der Behandlung als Grund. Die Umfrage zeigt auch, dass nur 55 Prozent der Befragten über die Existenz von Kopfschmerzzentren informiert sind - und zwar vor allem durch die Medien und durch Patientenorganisationen.

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