Kommentar zu Schlaganfall

Den Erfolg nicht gefährden!

Von Thomas Müller Veröffentlicht:

Bei der Schlaganfalltherapie hat sich zuletzt viel getan: Die Patienten gelangen früher in die Klinik, werden in spezialisierten Stroke Units behandelt und erhalten eine wirksame Sekundärprophylaxe. Kein Wunder also, dass sich in einer dänischen Studie die Sterberate bei einem ischämischen Infarkt seit Beginn der 1990er-Jahre fast halbieren ließ.

Und dieses Ergebnis lässt sich durchaus auf Deutschland übertragen: Starben an einem Schlaganfall 1998 noch knapp 52.000 Menschen, so waren es im Jahr 2010 nur noch knapp 24.000 - ein Rückgang um 55 Prozent in weniger als zwölf Jahren.

Doch noch immer stirbt jeder zehnte Patient mit ischämischem und etwa jeder Dritte mit hämorrhagischem Infarkt - trotz intensiver Behandlung. Hinzu kommen all die Infarktopfer, die es gar nicht mehr lebend in den Rettungswagen schaffen.

Es gibt also auch weiterhin eine Menge zu tun, um die Versorgung zu verbessern. Dazu gehört eine gute Aufklärung der Bevölkerung - damit Betroffene und Angehörige noch schneller den Notarzt rufen, aber auch eine striktere Kontrolle von Risikofaktoren.

Denn wenn die Akutversorgung erst einmal optimiert ist, könnte die zunehmende Zahl von Patienten mit KHK, Diabetes und Hypertonie dazu führen, dass auch die Zahl der Schlaganfalltoten eines Tages wieder steigt.

Lesen Sie dazu auch: Dänische Registeranalyse: Immer mehr Menschen überleben einen Schlaganfall

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

ACC-Kongress

Vorhofflimmern: Kann ein Vorhofohrverschluss die Antikoagulation ersetzen?

Das könnte Sie auch interessieren
Was die MS-Behandlung auszeichnet

© Suphansa Subruayying | iStock

Lebensqualität

Was die MS-Behandlung auszeichnet

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

© AscentXmedia | iStock

Lebensqualität

Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Potenzielle Schäden durch eine Influenza-Infektion an verschiedenen Organsystemen

© Springer Medizin Verlag

Impfen und Herzgesundheit

Mehr als nur Grippeschutz: Warum die Influenza-Impfung bei Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen so wichtig ist

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt a. M.
Abb. 1: Wirksamkeit in der klinischen Praxis von Brivaracetam über 12 Monate (alle Formen fokaler Anfälle)d

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Zusatzbehandlung fokaler Epilepsien

Effektivere Anfallskontrolle in der Kombinationstherapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: UCB Pharma GmbH, Monheim
Abb. 1-- Zeit bis zum ersten Ereignis (Tod durch jegliche Ursache oder kardiovaskuläres Ereignisb) in der Gesamtpopulation (a) bzw. in der Monotherapie-Population (b).

© Springer Medizin Verlag

Mit Vutrisiran früh kausal behandeln

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alnylam Germany GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Autopsiestudie

So häufig wird der Krebs erst nach dem Tod erkannt

Lesetipps
Schulterschmerzen? Im höheren Alter ist die Polymyalgia rheumatica nach der Rheumatoiden Arthritis die häufigste entzündlich-rheumatische Erkrankung. (Symbolbild mit Fotomodellen)

© peopleimages.com / stock.adobe.com

Praxistipps

Schulterschmerzen: Die vertrackte, ärztliche Spurensuche