Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar zur Feinnadelbiopsie bei Pankreaskarzinomen

Der letzte Beweis fehlt noch

Peter LeinerVon Peter Leiner Veröffentlicht:

Dass bei Patienten mit Pankreaskarzinom die präoperative Feinnadelbiopsie per Aspiration die Sterberate offenbar nicht beeinflusst, ist für sich gesehen eine gute Nachricht.

Die Ergebnisse einer aktuellen US-amerikanischen Bevölkerungsstudie können sowohl Ärzten als auch Patienten versichern, dass diese ultraschallgeführte endoskopische Diagnostik keinerlei lebensbedrohliche Folgen hat. Einzelne Kasuistiken ließen das zunächst vermuten und verunsicherten Ärzte wie Patienten.

Allerdings liefert die aktuelle US-Studie nur indirekt Hinweise darauf, dass Krebszellen etwa beim Herausziehen der Biopsienadel nicht gestreut werden. Ein letzter Beweis ist das nicht. Dies kann die Studie aber auch nicht leisten.

Zumal bei der Auswertung der Befunde weder Angaben zu Nadeltyp und -stärke, wie die Nadel in der Bauchspeicheldrüse hin und her bewegt wird sowie zur exakten Position der Biopsienadel - sei es im Pankreaskopf, -korpus oder -schwanz - verfügbar waren.

Erst wenn solche Informationen vorliegen, kann eine definitive Aussage über das wahre Risiko der Streuung gemacht werden. Den Beweis kann dann letztlich nur die histologische Untersuchung des Einstichkanals und der Zellanhängsel an der Biopsienadel liefern.

Lesen Sie dazu auch: Pankreas-Ca: Wie gefährlich ist die Biopsie?

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Vergleich mit anderen Ländern

Hautkrebs-Screening in Deutschland laut Studie ohne klaren Nutzen

Galenus-Kandidat 2026

Erste systemische Therapie tenosynovialer Riesenzelltumoren

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Langfristig überlegen: Kombinationen mit Daratumumab in der Erstlinie

© LASZLO / stock.adobe.com

Neu diagnostiziertes Multiples Myelom

Langfristig überlegen: Kombinationen mit Daratumumab in der Erstlinie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Janssen-Cilag GmbH, a Johnson & Johnson company, Neuss
Abb. 1: Studien CLIMB THAL-111 und -131: Veränderung des Gesamt-Hb-Werts und des HbF-Werts nach Exa-cel-Infusion bei TDT-Patientinnen und -Patienten (Quelle: Locatelli F et al., European Society for Blood and Marrow Transplantation (EBMT) 2026, Madrid, Spanien, Abstract GS2-5)

© Springer Medizin Verlag

Neue Perspektiven bei Hämoglobinopathien

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Vertex Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Abb.  1: Indikationsübergreifendens Therapie-Monitoring in den ersten Behandlungszyklen mit Ribociclib beim HR+/HER2- Brustkrebs

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [1]

Früher und metastasierter HR+/HER2- Brustkrebs

Einfach und konsistent: indikationsübergreifendes Therapie-Management mit Ribociclib

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

GeriPAIN-Leitlinie

Welche Schmerztherapien eignen sich für geriatrische Patienten?

Von unbedenklich bis gefährlich

Blutbildveränderungen: Das Einmaleins der Anämie-Diagnostik

Lesetipps
Impfheft mit COVID-19-Impfung

© RRF - stock.adobe.com

Robert Koch-Institut

STIKO lockert Impfempfehlungen gegen COVID-19

Eine Ärztin im Gespräch mit einer Patientin.

© HockleyM1 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Kollegin gibt Tipps

So gelingt eine gute Arzt-Patienten-Beziehung

Cornelia Hösemann

© Porträt: privat | Spritze: Fied

Sie fragen – Experten antworten

Ist eine Impfung gegen HPV auch bei Frauen über 50 noch sinnvoll?