Zecken

Deutlicher Anstieg von FSME-Fällen in der Schweiz

215 durch Zecken verursachte Enzephalitiden wurden in der Schweiz bisher gemeldet – mehr als doppelt so viele wie im selben Zeitraum 2019. Beim Urlaub in der Schweiz sollte daher an die FSME-Impfung gedacht werden – aber längst nicht nur hier.

Veröffentlicht: 14.07.2020, 15:07 Uhr
Frühsommer-Meningoenzephalitis: In der Schweiz zählen alle Kantone außer Genf und Tessin zu den FSME-Risikogebieten.

Frühsommer-Meningoenzephalitis: In der Schweiz zählen alle Kantone außer Genf und Tessin zu den FSME-Risikogebieten.

© Kateryna_Kon / stock.adobe.com

Neu-Isenburg. In der Schweiz hat sich die Zahl der durch Zeckenstiche verursachten Enzephalitiden seit Beginn 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt.

Das meldet der Online-Dienst ProMed der International Society for Infectious Diseases. Seit Januar 2020 wurden bisher 215 Fälle gemeldet, im Vorjahr waren es lediglich 97 gewesen.

Schweiz bei deutschen Urlaubern beliebt

Vermutlich hätten die Reisebeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie viele Schweizer dazu veranlasst, ihren Urlaub im eigenen Land zu verbringen. Auch bei deutschen Urlaubern ist die Schweiz als Reiseland in diesem Jahr beliebt: Deutsche Reisende können derzeit wieder uneingeschränkt in die Schweiz einreisen, meldet das Auswärtige Amt.

Als weiteren Grund für den Anstieg der Fälle vermutet ProMed verschleppte Impfungen, da Arztbesuche wegen der Pandemie verschoben oder ausgelassen worden seien.

Da dem Bericht zufolge alle Kantone außer Genf und Tessin betroffen sind, ist eine Impfung gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) auch bei Reisen in die Schweiz, vor allem bei Aufenthalten in der Natur, angebracht.

164 deutsche Kreise als FSME-Risikogebiete definiert

Dies gilt allerdings längst nicht nur für die Schweiz: In Deutschland sind aktuell 164 Kreise als FSME-Risikogebiete definiert. Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) zufolge ist das Infektionsrisiko vor allem in Bayern und Baden-Württemberg, in Südhessen, im südöstlichen Thüringen und in Sachsen hoch. (bae)

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Robert Koch-Institut

Deutlich mehr FSME-Fälle in Deutschland

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