Informationskampagne zu HIV

Deutsche Aids-Hilfe will #wissenverdoppeln

Im Zusammenhang mit HIV haben viele Bundesbürger noch falsche Vorstellungen und Wissensdefizite. Dies will die Deutsche Aids-Hilfe nun mit einer Informationskampagne ändern.

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BERLIN. Die Deutsche Aids-Hilfe (DAH) hat im Vorfeld des Welt-Aids-Tags am 1. Dezember die Informationskampagne #wissenverdoppeln gestartet.

Damit will sie dagegen vorgehen, dass viele Bürger Vorurteile und falsche Vorstellungen im Zusammenhang mit HIV und Aids haben oder schlichtweg wenig darüber wissen.

Botschaft: Unter Therapie ist HIV nicht ansteckend

Die Kernbotschaft der Kampagne ist: Unter Therapie ist HIV nicht mehr übertragbar. Von dieser wissenschaftlichen Tatsache wüssten nur zehn Prozent der Bevölkerung, teilt die DAH mit Verweis auf die Ergebnisse einer Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vom November 2017 mit.

„Diese gute Nachricht sollte heute zur Allgemeinbildung gehören“, sagt Ulf Hentschke-Kristal vom Vorstand der Deutschen Aids-Hilfe. „Sie nimmt unnötige Ängste vor HIV-positiven Menschen und wirkt damit auch Ablehnung entgegen. Das Wissen sorgt für Entlastung bei Menschen mit und ohne HIV.“

Die Kampagne #wissenverdoppeln soll nun dazu auffordern, sich zu informieren und auch anderen davon zu erzählen. Ziel sei, dass sich die Zahl der Informierten verdoppelt.

Die Kampagne wird nach DAH-Angaben breit gestreut. Es gebe Aufkleber, Postkarten, Infoflyer und Informationen im Internet unter www.wissen-verdoppeln.hiv und in sozialen Netzwerken wie Kampagnen-Videos auf Youtube (siehe Video oben).

Etwa 86.100 HIV-Infizierte in Deutschland

In Deutschland lebten Ende 2017 nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts 86.100 Menschen mit HIV / Aids. Die große Mehrheit davon befindet sich in antiretroviraler Behandlung oder hat diese erfolgreich abgeschlossen (siehe nachfolgende Grafik).

Es gibt aber auch etwa 11.400 Menschen hierzulande, die zwar mit HIV infiziert sind, aber nichts von ihrer Erkrankung wissen. (ths)

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