Direkt zum Inhaltsbereich

Diabetes steigert das Parkinson-Risiko

Die Gefahr, an Parkinson zu erkranken, ist für Diabetiker um 60 Prozent höher als für Menschen ohne die Stoffwechselkrankheit. Aber nicht beide Geschlechter sind gleichstark betroffen.

Veröffentlicht:

TAIWAN CITY (rb). Wer an Diabetes leidet, läuft offenbar größere Gefahr, auch an Morbus Parkinson zu erkranken. Eine Studie aus Taiwan hat dieser schon häufiger geäußerten Vermutung nun neue Nahrung gegeben (Diabetes Care 2012; 35: 1047).

Ein multidisziplinäres Team von Medizinern hat die Inzidenz von Morbus Parkinson in den Jahren 2000 bis 2008 bei rund 600.000 Diabetikern untersucht. Als Vergleichsgruppe dienten gut 470.000 Personen mit normalem Glukosestoffwechsel.

Die Inzidenzrate für eine Neuerkrankung an Morbus Parkinson betrug 3,59 / 10.000 Patientenjahren in der Gruppe der Diabetiker und 2,15 / 10.000 Patientenjahren bei den Kontrollpersonen.

Das Erkrankungsrisiko aller Diabetiker lag damit rund 60 Prozent höher - für männliche Diabetiker um 51 Prozent, für Frauen mit Diabetes um 70 Prozent.

Nachdem man die Tatsache, dass die Personen mit Diabetes häufiger einen Arzt aufgesucht hatten, in die adjustierte Berechnung einbezogen hatte, betrug die Risikoerhöhung bei Diabetikern aber nur noch 37 Prozent.

Außer bei jungen Frauen (21 - 40 Jahre) war das Parkinsonrisiko von Diabetikern in allen Untergruppen erhöht.

Am stärksten äußerte sich dies bei jungen Männern und bei Frauen zwischen 40 und 60: Hier war das Risiko im Vergleich zu den Kontrollen jeweils mehr als verdoppelt.

Quelle: www.springermedizin.de

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Konkurrenz für Primärpraxen?

Reformpaket beschlossen: Apotheker rücken zu Hausärzten in zweiter Reihe auf

Vielfalt der Musikermedizin

Ihr Patient ist Musiker? Was dann relevant werden könnte

Kontrollverlust und Überforderung

Diabetestechnik und ihre Herausforderungen bei Kindern und Älteren

Das könnte Sie auch interessieren
Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

© Aleksandr | colourbox.de

Fatal verkannt

Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

© polkadot - stock.adobe.com

Vitamin-B12-Mangel

Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
B12-Mangel durch PPI & Metformin

© Pixel-Shot - stock.adobe.com

Achtung Vitamin-Falle

B12-Mangel durch PPI & Metformin

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

T2D-Therapie jetzt auch mit Semaglutid 2 mg

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma Gmbh, Mainz
Abb. 1: Daten zur lipidologischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko aus der VESALIUS-REAL-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [7]

Kardiovaskuläre Prävention

Frühe Risikoidentifikation und konsequentes Lipidmanagement

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
Abb. 1: Risikoreduktion durch Bempedoinsäure gegenüber Placebo in der CLEAR-Outcomes-Studie für den primären 4-Komponenten-Endpunkt (A) und den sekundären 3-Komponenten-Endpunkt (B) stratifiziert nach Diabetes-Status

© Springer Medizin Verlag

Diabetes mellitus

Bempedoinsäure: Benefit für Hochrisiko-Kollektive

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Daiichi Sankyo Deutschland GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Vielfalt der Musikermedizin

Ihr Patient ist Musiker? Was dann relevant werden könnte

Übergriffiges Verhalten im Gesundheitswesen

Medizinstudentin zu sexueller Belästigung: „Ich möchte beim Ärztetag nicht mit ,Hase‘ angesprochen werden“

Lesetipps
Patient vor der CT-Untersuchung der Lunge.

© jovannig / stock.adobe.com

Telemedizin für Prävention

Lungenkrebs-Screening: Das Münsterland zeigt, wie es funktionieren kann

Frau sitzt nachts auf ihrem Bett und schaut ins Licht ihrer Nachttischlampe.

© stokkete / stock.adobe.com

Von unten nach oben

Stufenschema bei Insomnie: So bei Schlafstörungen therapieren