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Erster Schritt

Diagnose Pankreas-Ca aus dem Blut?

Veröffentlicht:

ULM. Forscher aus Ulm haben genetisches Material entarteter Zellen im Blut nachgewiesen, das die Entstehung einer bestimmten Art von Pankreas-Ca ankündigen kann (Gastroenterology 2016; 151,2: 267–270). Dies könnte ein erster Schritt dazu sein, mit einer Blutuntersuchung in Zukunft frühe Formen oder mögliche Vorformen dieser Art zystischer Pankreastumoren zu finden, teilt die Uniklinik Ulm mit. Bei dem genetischen Material im Blut handelt es sich um zirkulierende zell-freie DNA (circulating cell-free DNA, cfDNA).

"Wir konnten diese speziellen genetischen Spuren von entarteten Zellen in hoher Konzentration bei Patienten mit zystischen Pankreastumoren, den IPMN, nachweisen", wird Dr. Andreas W. Berger, der Erstautor der Studie, zitiert. Bestimmte IPMN können sich ja zu einem bösartigen Tumor entwickeln – unbekannt ist jedoch der Zeitpunkt. Daher werden die betroffenen Patienten engmaschig beobachtet.

Dies ist bisher nur mit bildgebenden Verfahren möglich, die entweder jeweils eine Strahlenbelastung für die Patienten bedeuten, sehr teuer sind oder einen invasiven Charakter mit möglichen Komplikationen haben.

"Die Grundlage für die Überwachung der Krankheitsentwicklung durch eine einfache Blutuntersuchung zu schaffen, stellt einen Durchbruch dar", so Berger in der Mitteilung der Universität Ulm."Jetzt gilt es herauszufinden, ob das Blut uns in Kombination mit anderen Veränderungen der Bauchspeicheldrüse auch verrät, wann aus Vorstufen tatsächlich ein Tumor entsteht – und wann nicht", erläutert Oberarzt Professor Alexander Kleger, der zweite Seniorautor der Studie.Die Intraduktal papillär muszinöse Neoplasie (IPMN) ist der häufigste zystische Bauspeicheldrüsentumor. Betroffen sind im Durchschnitt Menschen im Alter von 60 bis 70 Jahren. Die IPMN kommen häufiger bei Männern als bei Frauen vor (Verhältnis 3:2). (eb)

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