Dopamin-Agonist mit doppeltem Nutzen

AMSTERDAM (djb). Parkinson ist nicht nur eine motorische Störung. 20 bis 30 Prozent der Patienten entwickeln eine Demenz, 40 Prozent haben Schlafstörungen, bei über 80 Prozent treten auch Depressionen auf. Eine Therapie mit dem Dopamin-Agonisten Pramipexol lindert nicht nur motorische Beschwerden, sondern auch Depressionen.

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Bei Parkinson wird die Lebensqualität nur zu etwa 60 Prozent von Tremor, Rigor oder Dyskinesien bestimmt. Zu 40 Prozent wird sie von nicht-motorischen Symptomen, vor allem Depression, beeinträchtigt, sagt Professor Paolo Barone aus Neapel. Ein Vorteil könne dann die Therapie mit dem nicht-ergolinen Dopamin-Agonisten Pramipexol (Sifrol®) sein, so Barone bei einer von Boehringer Ingelheim unterstützten Veranstaltung.

In einer offenen, randomisierten Untersuchung wurde jetzt die Wirkung von Pramipexol mit der des Antidepressivums Sertralin bei 67 Parkinson-Patienten verglichen. Die Patienten hatten eine Depression, aber keine motorischen Komplikationen wie Fluktuationen oder Dyskinesien und waren unter einer L-Dopa-Therapie stabil.

Sie erhielten 14 Wochen lang den Dopamin-Agonisten (1,5 bis 4,5 mg pro Tag) oder das Antidepressivum (50 mg pro Tag). In beiden Gruppen nahmen die Werte auf der Hamilton-Depressionsskala (maximal 52 Punkte) signifikant im Vergleich zum Ausgangswert ab, und zwar um 10,8 Punkte mit Pramipexol und um 9 Punkte mit Sertralin.

Mit dem Dopamin-Agonist kam es auch zu einer Verbesserung der motorischen Leistung, und zwar um knapp sechs Punkte auf der Skala UPDRS (Unified Parkinson's Disease Rating Scale, maximal 108 Punkte).

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