Universitätsklinikum Essen

Dr. Ana Isabel Casas wird Juniorprofessorin für Netzwerkpharmakologie in Essen

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Dr. Ana Isabel Casas Guijarro im Labor des Universitätsklinikum Essen.

Dr. Ana Isabel Casas Guijarro im Labor des Universitätsklinikum Essen.

© UDE / Bettina Engel-Albustin

Essen. Die Neuropsychopharmakologin Dr. Ana Isabel Casas ist neue Juniorprofessorin der Netzwerkpharmakologie für neurovaskuläre Erkrankungen in der Neurologie an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE). Das teilte die Universität Duisburg-Essen am Dienstag mit. Casis will dort auf Basis von Künstlicher Intelligenz neue Therapien bei Schlaganfall erforschen.

„Zuerst identifizieren wir am Computer (in silico) potenzielle therapeutische Ziele und Medikamente und validieren sie präklinisch. Dann folgt der mögliche klinische Einsatz“, erklärt die 31-jährige Professorin in einer Mitteilung der Universität ihre Pläne.

Die UDE-Wissenschaftlerin leitet auch ein wissenschaftliches Teilprojekt im EU-Programm REPO-TRIAL. Darin wird geprüft, ob bereits zugelassene Medikamente für mechanistisch ähnliche Krankheiten eingesetzt werden können (Drug Repurposing). „Dank des In-silico-Ansatzes konnten etwa geeignete Medikamente gegen akute Schlaganfall- oder Herzinsuffizienzmechanismen identifiziert werden“, so Casas. Die ermittelten Kombinationstherapien würden bereits in kleinen klinischen Studien getestet.

Casas hat Biotechnologie (2009-2013) und Neuropsychopharmakologie (2013-2014) studiert. Danach forschte die gebürtige Spanierin an der Maastricht University, wo sie 2018 über Netzwerkpharmakologie im Schlaganfall promoviert wurde und dann als Postdoktorandin (2018/20) forschte. Danach erhielt sie ein DFG-Postdoktorandenstipendium und forschte seit Oktober 2020 am Uniklinikum Essen in der Klinik für Neurologie. Derzeit stellt sie mit einem Junior Research Grant der Corona-Stiftung eine unabhängige Forschungsgruppe zusammen. (eb)

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