Thrombose/Embolie

EMEA nimmt Stellung zu Clopidogrel plus PPI

LONDON(eb). Zwischen Mitgliedern der Familie der Protonenpumpenhemmer (PPI) und Clopidogrel könnte es zu Interaktionen kommen. Die EMEA rät von der gleichzeitigen Gabe beider Arzneien ab.

Veröffentlicht: 08.06.2009, 05:00 Uhr

Die EU-Arzneimittelbehörde EMEA äußert sich in einer Stellungnahme besorgt über Studienergebnisse, die nahelegen, dass Clopidogrel weniger effektiv ist, wenn die Patienten gleichzeitig einen PPI einnehmen. Eine mögliche Erklärung sei, dass einige PPI die Umwandlung von Clopidogrel in seinen aktiven Metaboliten verhindern. Das könne die Effektivität von Clopidogrel mindern und das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall erhöhen.

Da unterschiedliche PPI den Metabolismus von Clopidogrel unterschiedlich beeinflussen und die Studien diese Unterschiede auf die Clopidogrel-Aktivierung nicht vollständig widerspiegelten, könne es mehr als eine Erklärung für den Effekt von PPI auf Clopidogrel geben, so die EMEA. Unter Berücksichtigung aller Daten empfehlen zwei Ausschüsse der EMEA, die Fachinfos Clopidogrel-haltiger Arzneien so zu ändern, dass von der gleichzeitigen PPI-Therapie abgeraten wird, wenn diese nicht absolut notwendig ist.

Mehr zum Thema
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Das ändert sich im Oktober für Vertragsärzte

Honorare, Formulare

Das ändert sich im Oktober für Vertragsärzte

Krebszelle: Verschiedene Faktoren erhöhen oder verringern die Gefahr für ein kolorektales Karzinom.

80 Metaanalysen ausgewertet

Was alles das Darmkrebsrisiko senken könnte

Seit Beginn der Coronavirus-Pandemie haben Cyberkriminelle unter anderem Mails in falschem Namen versendet – und dafür auch das Vertrauensverhältnis zu Ärzten ausgenutzt.

Bundeskriminalamt warnt

Cyberkriminelle nutzen Corona-Krise für Angriffe aus