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EMEA nimmt Stellung zu Clopidogrel plus PPI

LONDON(eb). Zwischen Mitgliedern der Familie der Protonenpumpenhemmer (PPI) und Clopidogrel könnte es zu Interaktionen kommen. Die EMEA rät von der gleichzeitigen Gabe beider Arzneien ab.

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Die EU-Arzneimittelbehörde EMEA äußert sich in einer Stellungnahme besorgt über Studienergebnisse, die nahelegen, dass Clopidogrel weniger effektiv ist, wenn die Patienten gleichzeitig einen PPI einnehmen. Eine mögliche Erklärung sei, dass einige PPI die Umwandlung von Clopidogrel in seinen aktiven Metaboliten verhindern. Das könne die Effektivität von Clopidogrel mindern und das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall erhöhen.

Da unterschiedliche PPI den Metabolismus von Clopidogrel unterschiedlich beeinflussen und die Studien diese Unterschiede auf die Clopidogrel-Aktivierung nicht vollständig widerspiegelten, könne es mehr als eine Erklärung für den Effekt von PPI auf Clopidogrel geben, so die EMEA. Unter Berücksichtigung aller Daten empfehlen zwei Ausschüsse der EMEA, die Fachinfos Clopidogrel-haltiger Arzneien so zu ändern, dass von der gleichzeitigen PPI-Therapie abgeraten wird, wenn diese nicht absolut notwendig ist.

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