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Urin-Proteomanalyse

EU-Förderung für Forschung zu IgA-Nephropathie

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NEU-ISENBURG. Für die Erforschung der individualisierten Therapie bei IgA-Nephropathie hat ein Team unter Leitung von Nephrologen vom KfH-Nierenzentrum Leipzig und dem Leipziger Klinikum St. Georg den Zuschlag für eine EU-Förderung erhalten, teilt das KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation mit.

 Mit einer neuartigen Urin-Proteomanalyse soll bei Patienten mit IgA-Nephropathie aus Deutschland, Österreich, Tschechien, Spanien, Schweden und Kanadauntersucht werden, ob die Neigung zur Verschlechterung der Erkrankung und das Ansprechen auf eine immunsuppressive Therapie prognostizierbar sind. Darauf ließen vielversprechende Vorbefunde hoffen, heißt es in der Mitteilung. Wenn sich dieses Konzept in einer kontrollierten Studie bestätigen ließe, könnte künftig die Entscheidung über den Beginn der immunsuppressiven Therapie mit Hilfe eines proteomischen Risiko- und Therapie-Klassifikators getroffen werden, erklärt Professor Joachim Beige, leitender Arzt des KfH-Nierenzentrums Leipzig, Delitzscher Straße, Chefarzt der Abteilung Nephrologie am Klinikum St. Georg.

 Es würden dann nur solche Patienten die belastende immunsuppressive Therapie erhalten, bei denen sowohl ein konkretes Risiko für ein dialysepflichtiges Nierenversagen vorläge als auch eine Wahrscheinlichkeit gegeben sei, das Nierenversagen durch die Therapie wirksam zu verhindern.

Die Leipziger Nephrologen und ihre Kooperationspartner erhalten für ihr Forschungsvorhaben insgesamt 1,1 Millionen Euro – finanziert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen einer transnationalen EU-Kooperation im Kontext des neu aufgelegten Netzwerks „Individualisierte Medizin“.(eb)

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