Europäische Kommission

EU-Marktzulassung für mRNA-Kombi-Vakzine gegen Influenza und COVID-19

Nach der CHMP-Empfehlung hat die Europäische Kommission jetzt Modernas Kombi-Impfstoff gegen Influenza und COVID-19 zugelassen. Der Hersteller betont die Vorteile der vereinfachten Handhabung.

Veröffentlicht:
Impfung per Spritze in einen entblößten Oberarm.

Für Ü50-er steht jetzt ein mRNA-Impfstoff gegen Influenza und COVID-19 zur Verfügung.

© Rober Solsona / dpa

Brüssel. Der nach Angaben des Herstellers Moderna weltweit erste mRNA-Impfstoff gegen Influenza und COVID-19 hat die Marktzulassung durch die Europäische Kommission erhalten. Damit sei mCOMBRIAX® in allen 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie in Island, Liechtenstein und Norwegen für Erwachsene ab 50 Jahren zugelassen, teilte Moderna am Mittwoch mit.

Dem vorausgegangen war die positive Stellungnahme des Ausschusses für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) im Februar. Demnach hätten Studien mit 8.000 Teilnehmern ab dem 50. Lebensjahr gezeigt, dass die Antikörperspiegel gegen Influenza und SARS-CoV-2 bei den Probanden, die die mRNA-basierte Kombi-Vakzine erhalten hatten, „statistisch nicht unterlegen waren“ gegenüber den Antikörperspiegeln derjenigen, die Modernas Mono-Impfstoffe gegen SARS-CoV-2 und Grippe erhalten hatten.

Geringe Impfquoten in Deutschland

In Deutschland seien die Impfquoten gegen Influenza und COVID-19 nach wie vor zu niedrig, sagte Modernas Deutschland-Chef Andreas Pollner. Allein in der laufenden Saison 2025/26 seien laut Robert Koch-Institut schon circa 25 Millionen Arztbesuche aufgrund akuter Atemwegsinfektionen registriert sowie 50.000 influenzabedingte und etwa 40.000 COVID-bedingte Hospitalisierungen registriert worden. Da biete ein Kombinationsimpfstoff eine Chance, das Impfen sowohl für Patienten als auch medizinisches Personal zu vereinfachen und zu einer breiteren Impfabdeckung beizutragen. (bar)

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