Direkt zum Inhaltsbereich

Westafrika

Ebola-Ausbruch sorgt für neue Todesfälle

Unter Kontrolle ist der Ebolaausbruch in Westafrika offenbar längst nicht: es werden wieder neue Fälle und Todesopfer gemeldet.

Veröffentlicht:

GENF. Bei dem Ebola-Ausbruch in Westafrika hat es zahlreiche neue erkrankte Patienten und Todesfälle gegeben. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO vom Mittwochabend deutscher Zeit hat es allein in den letzten vier Tagen der vergangenen Woche in Guinea 37 neue Fälle und 21 weitere Todesopfer gegeben.

Damit steigt die Gesamtzahl der Betroffenen in dem Land auf 328 (193 mit positivem PCR-Nachweis). Davon sind 208 Menschen an den Folgen der Ebola-Virus-Krankheit gestorben, was eine Mortalität 63 Prozent bedeutet. Von dem jetzt in Westafrika beobachteten Zaire-Stamm wurde früher eine Letalität von bis zu 80 Prozent berichtet.

Der jetzige Ausbruch hatte im Frühjahr begonnen, wobei der mutmaßliche Indexfall womöglich schon im November 2013 erkrankt sein könnte.

Guinea ist von dem Ausbruch am stärksten betroffen, mit 190 Erkrankungsfällen und 140 Toten dort vor allem die Region Gueckedou. Aber auch aus Sierra Leone werden neue Fälle gemeldet. Das Land grenzt im Südwesten an die guineischen Regionen, die als Epizentrum des Ausbruchs gelten.

In Sierra Leone hat es Ende vergangener Woche 13 neue Verdachtsfälle gegeben, von denen drei bestätigt wurden. Damit steigt die Gesamtzahl der Erkrankungsfälle auf 79 inklusive sechs Todesfälle. Bislang wurden allerdings nur 18 Fälle im Labor bestätigt. Ausgeschlossen werden müssen Erkrankungen durch andere virale hämorrhagische Erreger wie das Dengue-, Lassa- oder Gelbfieber, die teils endemisch in der Region sind.

Die neuen Fallmeldungen der WHO lassen Zweifel aufkommen, dass der Ausbruch schnell unter Kontrolle gebracht werden kann. Zeitweise wollten Experten schon ein Ende der Erkrankungswelle erkannt haben, während andere im April davon sprachen, der Ausbruch könnte noch Monate andauern.

Unter anderem hatte das guineische Gesundheitsministerium Ende April verkündet, die Ausbruchssituation sei "mehr und mehr unter Kontrolle". Dem scheint bis dato offenbar nicht so. Die WHO hat deswegen fünf weitere Experten nach Guinea entsand. (nös)

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

© EAU

Ergänzung EAU-Leitlinie 2026

Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Vaginalmykosen neu denken: Pathogenese, Zyklus und Therapie

© piyato | iStock

Vaginalmykose im Fokus

Vaginalmykosen neu denken: Pathogenese, Zyklus und Therapie

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Intimhygiene: Was die vaginale Schleimhaut wirklich braucht

© iStock / okskukuruza

Vaginale Gesundheit

Intimhygiene: Was die vaginale Schleimhaut wirklich braucht

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Ein Medikament unter vielen, das wenigen hilft? 2400 Wirkstoff-Kandidaten in der EU haben den Orphan-Drug-Status.

© artisteer / Getty Images / iStock

Wirkstoff-Kandidaten mit Orphan-Drug-Status

Orphan Drugs – Risiken für ein Modell

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa)
Ein junges Mädchen wird geimpft – gegen HPV? (Symbolbild mit Fotomodellen)

© milanmarkovic78 / stock.adobe.com

Vision Zero Onkologie

Die Elimination des Zervixkarzinoms

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Vision Zero e.V.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Risikofaktoren im Blick

So spüren Sie eine Post-Stroke-Depression auf

Lesetipps
Eine Impf-Spritze liegt auf einem Impfpass.

© Andreas Gruhl / stock.adobe.com

Orientierung für die Impfpraxis

Impfen bei Immundefizienz: Worauf es ankommt