Effektive Hilfe bei Skelettmetastasen

BERLIN (gvg). Bei Brustkrebspatientinnen mit Knochenmetastasen läßt sich durch die Therapie mit dem Bisphosphonat Ibandronat die Häufigkeit von Skelettkomplikationen reduzieren und die Lebensqualität der Frauen erhöhen.

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"Die Hauptwirkweise der Bisphosphonate besteht wahrscheinlich darin, daß sie bei den das Knochengewebe abbauenden Osteoklasten den plötzlichen Zelltod hervorrufen", sagte Professor Ingo Diehl vom Zentrum für Ganzheitliche Gynäkologie in Mannheim beim Deutschen Krebskongreß in Berlin. Durch Knochenmetastasen werden die Osteoklasten aktiviert und führen so zu der mit der Metastasierung einhergehenden Skelettbrüchigkeit.

Das Bisphosphonat Ibandronat (Bondronat®) reduziere alle mit Knochenmetastasen einhergehenden Komplikationen, so Diehl bei einem von dem Unternehmen Hoffmann-La Roche veranstalteten Symposium. So sei es in der Zulassungsstudie mit 462 Patientinnen durch die i.-v.-Applikation von sechs Milligramm Ibandronat alle vier Wochen gelungen, die bei fast allen Patientinnen erhöhten Blutkalziumwerte dauerhaft zu normalisieren. Auch sei die Zahl der radiologisch nachgewiesenen vertebralen Frakturen im Beobachtungszeitraum von 96 Wochen signifikant verringert worden.

Diehl betonte die Verbesserung der Lebensqualität durch Ibandronat. Da Brustkrebspatientinnen an den Folgen von Knochenmetastasen in aller Regel nicht sterben, sei dies ein wesentliches Argument für die Verwendung des Bisphosphonats. So verringere eine Ibandronat-Therapie die Zahl der wegen starker Schmerzen nötigen Radiotherapien signifikant. Ebenfalls signifikant reduziert werde die Zahl der wegen Skelettkomplikationen erforderlichen Operationen.

Anders als bei anderen Bisphosphonaten gebe es bei Ibandronat keinen Hinweis auf einen nierenschädigenden Effekt, so Diehl. Die Rate der Patientinnen mit Nierenversagen oder einem Anstieg des Kreatininwerts bei einer Ibandronat-Therapie sei ähnlich wie bei Placebo.

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