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Ein Drittel mehr Krebskranke bis zum Jahr 2030?

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HAMBURG (dpa). Der Präsident der Deutschen Krebshilfe, Professor Harald zur Hausen, geht davon aus, dass die Zahl der Krebserkrankungen in Deutschland bis 2030 um ein Drittel steigen wird. "Wir müssen damit rechnen, dass bis zum Jahr 2030 jährlich 580 000 Krebsneuerkrankungen auftreten - fast ein Drittel mehr als jetzt", sagte der Medizin-Nobelpreisträger der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Die Tendenz sei steigend, weil die Menschen immer älter würden. Das Robert Koch-Institut hatte bekannt gegeben, dass in diesem Jahr fast jede Minute eine neue Krebsdiagnose gestellt wird.

Im Vorfeld des 29. Deutschen Krebskongresses in Berlin rief zur Hausen eindringlich zur Vorbeugung auf: "Wir wissen heute: Rund zwei Drittel aller Krebskrankheiten sind Folge unseres Lebensstils. Nichtrauchen, geringer Alkoholkonsum, körperliche Bewegung, der Schutz vor UV-Strahlen und auch die Vermeidung von Virusinfektionen könnten das Krebsrisiko entscheidend mindern." Krebs müsse kein Schicksalsschlag sein, sagte zur Hausen.

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