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Wenige Daten

Embolisation bei BPS ist experimentell

Die Embolisation prostatischer Arterien bei benignem Prostatasyndrom (BPS) sollte als experimentell angesehen und nur in Studien vorgenommen werden, hieß es beim DGU-Kongress.

Veröffentlicht:

LEIPZIG. Nach wie vor gilt die transurethrale Resektion der Prostata (TUR-P) als Goldstandard der chirurgischen Therapie bei Patienten mit Prostatavolumina zwischen 30 und 80 Milliliter, erklärte Dr. Dominik Abt aus St. Gallen beim DGU-Kongress.

Dennoch werde die Embolisation prostatischer Arterien (PAE – prostatic artery embolization) bereits breit beworben und angeboten, kritisierte der Urologe. Dabei lägen bislang keine gesicherten Erkenntnisse zur Effektivität und Sicherheit vor, Fallserien und publizierte Studien seien von mangelhafter Qualität.

Abt und seine Kollegen haben am Kantonsspital St. Gallen sowie an der Universitätsklinik Zürich eine prospektive, randomisierte Nicht-Unterlegenheitsstudie initiiert, in der die Embolisation prostatischer Arterien und die transurethrale Resektion der Prostata bei insgesamt 100 Patienten miteinander verglichen und die Ergebnisse über mehrere Jahre verfolgt werden sollen.

Zwischenergebnisse bei bislang 79 Patienten bestätigen einen anhaltenden und über sechs Monate noch zunehmenden Effekt der Embolisation prostatischer Arterien, hinsichtlich der subjektiven Parameter gleichwertig zur transurethralen Resektion der Prostata.

Allerdings sei das Vorgehen technisch anspruchsvoll. Bei den funktionellen Miktionsparametern scheint die transurethrale Resektion der Prostata überlegen zu sein.

Insgesamt ist nach Abts Meinung noch keine sichere Aussage dazu möglich, inwiefern die Methoden tatsächlich gleichwertig sind und welche Patienten gegebenenfalls am ehesten von der Embolisation profitieren. (ner)

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