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Erste Erfolge bei Hepatitis B durch Impfempfehlung

BERLIN (mut). Inzwischen sind etwa 84 Prozent der Kinder bei ihrer Einschulung gegen Hepatitis B geimpft. Durch die Impfungen könnte die Zahl der Neuerkrankungen in Deutschland deutlich sinken - und damit auch die Kosten, die die Infektion verursacht. Sie werden derzeit auf etwa 750 Millionen Euro pro Jahr geschätzt.

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Seit 1996 wird allen Kindern und Jugendlichen eine Impfung gegen Hepatitis B empfohlen, und diese Empfehlung ist offenbar ein Erfolg: 1996 waren erst acht Prozent der Kinder bei der Einschulung geimpft, 2001 waren es bereits 57 Prozent, und 2004 schon 84 Prozent. Gleichzeitig sank die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen mit Hepatitis-B-Viren (HBV) von über 6100 im Jahr 1997 auf nunmehr 2500 im vergangenen Jahr. Diese Zahlen nannte Dr. Osama Hamouda vom Robert-Koch-Institut beim Hauptstadtkongreß.

Der Rückgang der Infektionen sei jedoch nicht in erster Linie durch die Impfungen zu erklären, dafür sei der Zeitraum zu kurz. Zudem dürfte die Dunkelziffer immer noch sehr hoch sein, sagte Hamouda bei einem Symposium von Bristol-Myers Squibb. Viele Symptome sind unspezifisch, und die Krankheit heilt oft von allein. Nach Schätzungen dürfte es in Deutschland derzeit eine halbe Million Menschen mit chronischer HBV-Infektion geben. Etwa 42 Prozent von ihnen sind Aussiedler oder Ausländer.

Um die Kosten abzuschätzen, die durch HBV-Infektionen entstehen, fehlen derzeit aktuelle Daten. Die letzte prospektive Studie dazu gab es 1997, sagte Christoph Vauth, Diplom-Ökonom an der Uni Hannover. Damals ergaben sich bei einem Patienten mit akuter HBV-Infektion pro Jahr Kosten in Höhe von 6200 Euro - darin enthalten waren auch indirekte Kosten, etwa durch Arbeitsunfähigkeit.

Pro Patient mit einer chronischen HBV-Infektion wurden etwa 2500 Euro veranschlagt. Der größte Teil der Kosten sowohl bei akuter als auch bei chronischer HBV entstand durch Klinikaufenthalte. Hochgerechnet auf die Zahl der Infizierten wären das heute in Deutschland 750 Millionen Euro pro Jahr, so Vauth.

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