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Erworbener Nystagmus medikamentös reduziert

Mit einem Eingriff in den GABA-Stoffwechsel oder mit einem NMDA-Rezeptorantagonisten kann ein erworbener Nystagmus verbessert werden.

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WIESBADEN (ner). Erstmals ist nun in Studien mit Gabapentin und Memantin gezeigt worden, dass mit einem Eingriff in den GABA-Stoffwechsel oder mit einem NMDA-Rezeptorantagonisten ein erworbener Nystagmus verbessert werden kann.

Die Studien bestätigen nach Angaben von Professor Marianne Dieterich von der Klinik für Neurologie in München-Großhadern klinische Erfahrungen. Dieterich zitierte beim Neuro Update 2011 in Wiesbaden eine Cross-over-Studie, in der zehn Patienten mit erworbenem Nystagmus, meist nach Schlaganfall oder bei Multipler Sklerose, 1200 mg Gabapentin / Tag oder 40 mg Memantin erhalten hatten.

Mit beiden Medikamenten konnte die mittlere Augengeschwindigkeit um etwa ein Drittel reduziert werden. "Dies war verbunden mit einer signifikanten Verbesserung der Sehschärfe", so Dieterich.

Bestätigt werde dies von einer weiteren Studie, wonach es mit beiden Medikamenten meist gelingt, die Amplitude und / oder Frequenz eines Fixationspendelnystagmus im Vergleich zum Ausgangswert um mindestens 50 Prozent zu reduzieren. Als Nebenwirkungen wurde für Gabapentin meist eine Standunsicherheit angegeben, für Memantin Müdigkeit.

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