Rückenschmerzen

Etoricoxib hilft auch Patienten mit Rückenschmerzen

SAO PAOLO (skh). Die einmal tägliche Therapie mit dem COX-2-Hemmer Etoricoxib hat sich in einer Vergleichsstudie bei Patienten mit chronischen lumbalen Rückenschmerzen als ähnlich wirksam erwiesen wie die dreimal tägliche Therapie mit Diclofenac.

Veröffentlicht: 23.03.2006, 08:00 Uhr

An der Studie haben 446 Patienten mit chronischen lumbalen Rückenschmerzen teilgenommen, aber auch Patienten, deren Symptome nach Absetzen einer vorherigen Medikation wieder aufgetreten waren.

Gemessen wurde die Schmerzintensität mit einer visuellen Analogskala von 0 bis 100, wobei die Schmerzwerte vor, während und zum Ende der Studie erhoben wurden. Über vier Wochen erhielten die Patienten Dosen von einmal täglich 60 mg Etoricoxib oder dreimal täglich 50 mg Diclofenac.

Bereits vier Stunden nach Therapiebeginn gaben Patienten, die Etoricoxib bekamen, eine Besserung der Schmerzen an. Diese Wirkung hielt während der gesamten Studiendauer an. Insgesamt verringerte sich die Schmerzintensität im Verlauf der Studie bei Patienten mit Etoricoxib um 33 Punkte und um 35 Punkte bei Patienten unter Diclofenac.

Unerwünschte gastrointestinale Wirkungen traten bei Patienten, die Etoricoxib bekamen, in dieser für das Auftreten von unerwünschten Wirkungen kurzen Studie nicht signifikant seltener auf als bei Patienten, die Diclofenac bekamen.

Präsentiert wurden die Daten von Rheumatologen um Dr. Christiano Zerbini aus Sao Paulo in Brasilien in der Zeitschrift "Current Medical Research And Opinions" (21, 2005, 2037).

Die Wirksamkeit von Etoricoxib - von dem Unternehmen MSD unter dem Namen Arcoxia® vetrieben - ist bereits in früheren Studien im Vergleich mit Placebo nachgewiesen worden (wir berichteten). Der COX-2-Hemmer hat derzeit die Zulassung für Arthrose, Arthritis und Gicht.

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