Direkt zum Inhaltsbereich

Fettarme Milch beugt Schlaganfall vor

Milch, Joghurt oder Käse: Wer die fettarmen Varianten bevorzugt, reduziert sein Risiko für einen Schlaganfall. Das haben schwedische Forscher herausgefunden. Ihre Ergebnisse lassen aber auch noch einen anderen Schluss zu.

Veröffentlicht:
Fettarme Milchprodukte senken offenbar das Schlaganfallrisiko, hat eine schwedische Studie ergeben.

Fettarme Milchprodukte senken offenbar das Schlaganfallrisiko, hat eine schwedische Studie ergeben.

© pinoquio_9 / Fotolia.com

STOCKHOLM (St). Täglich vier Portionen fettarmer Milchprodukte senken das Risiko eines Schlaganfalls um zwölf Prozent, melden schwedische Forscher.

Das Team um Dr. Susanna Larsson vom Karolinska-Institut in Stockholm hat in einer prospektiven Studie Daten über Essensgewohnheiten und Lebensstil von rund 75.000 gesunden schwedischen Männern und Frauen im Alter von 45 bis 83 Jahren analysiert (Stroke 2012; online 19. April).

Gleichzeitig wurde die Inzidenz der Schlaganfälle aus den Daten des schwedischen Klinikregisters ermittelt. Ergebnis: Je mehr fettarme Milchprodukte verzehrt wurden, desto niedriger war die Schlaganfallrate.

Während einer Beobachtungszeit von im Mittel etwa zehn Jahren hatten sich 4089 Schlaganfälle (3159 ischämische, 583 hämorrhagische, 347 unklarer Ursache) ereignet. Je nach Verbrauch fettarmer Milchprodukte (etwa Milch mit 0,5 Prozent oder Käse mit 10 bis 17 Prozent Fett) sank das Risiko.

So war bei Probanden mit vier Portionen pro Tag die Schlaganfallrate um zwölf Prozent niedriger als bei Probanden, die keine fettarmen Milchprodukte aßen.

Die Rate für ischämischen Schlaganfall war bei den Milchfreunden sogar um 13 Prozent niedriger. Keinen Effekt auf das Schlaganfallrisiko hatten Vollfett-Milch, -Sauermilch, -Joghurt, Sahne und fettreicher Käse.

Die Forscher vermuten, dass das niedrigere Schlaganfallrisiko im Zusammenhang mit dem Effekt gesunder Ernährung auf den Blutdruck steht.

Dabei könne auch Vitamin D eine Rolle spielen, das in Schweden üblicherweise fettarmen Milchprodukten zugesetzt wird.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Risikofaktoren im Blick

So spüren Sie eine Post-Stroke-Depression auf

Das könnte Sie auch interessieren
Welche Rolle spielt Zink?

© Tondone | AdobeStock

Immunsystem unterstützen:

Welche Rolle spielt Zink?

Anzeige | Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Impf- und Zinkstatus im Blick

© Wörwag Pharma | KI-generiert

Bei Risikogruppen:

Impf- und Zinkstatus im Blick

Anzeige | Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Wann die Zinkversorgung knapp werden könnte

© artemidovna | AdobeStock

Ernährungsfallen:

Wann die Zinkversorgung knapp werden könnte

Anzeige | Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

© Aleksandr | colourbox.de

Fatal verkannt

Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

© polkadot - stock.adobe.com

Vitamin-B12-Mangel

Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
B12-Mangel durch PPI & Metformin

© Pixel-Shot - stock.adobe.com

Achtung Vitamin-Falle

B12-Mangel durch PPI & Metformin

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Vitamin-B12-Mangel

Frühzeitig erkennen, gezielt therapieren

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Wörwag Pharma GmbH & Co. KG, Böblingen
ATTR-CM-Therapien im Wandel: Die Rolle von Acoramidis

© CLIPAREA.com / stock.adobe.com

Transthyretin-Amyloidose mit Kardiomyopathie

ATTR-CM-Therapien im Wandel: Die Rolle von Acoramidis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Bayer Vital GmbH, Leverkusen
 Abb. 1: Anwendung von Ruxolitinib-Creme bei mittelschwerer AD

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [1,8]

Ruxolitinib-Creme bei mittelschwerer AD

Topische steroidfreie Behandlungsoption bei atopischer Dermatitis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Incyte Biosciences Germany GmbH, München
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Ein Arzt bereitet eine Biopsie vor.

© Rokas / stock.adobe.com

Aktive Überwachung

Prostatakrebs: Urintest kann Biopsien ersparen