Metaanalyse zeigt

Freizeitsport tut Blutdruck gut

Wer in seiner Freizeit regelmäßig Sport treibt, hat in der Folge weniger mit Bluthochdruck zu kämpfen. Für die körperliche Betätigung im Beruf scheint dies allerdings nicht zu gelten.

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Körperliche Aktivität in der Freizeit: für den Blutdruck offenbar noch besser als körperliche Aktivität bei der Arbeit.

Körperliche Aktivität in der Freizeit: für den Blutdruck offenbar noch besser als körperliche Aktivität bei der Arbeit.

© Patrizia Tilly/ fotolia.com

JINAN. Dass körperliche Bewegung Bluthochdruck vorbeugt, werden wohl die meisten intuitiv bejahen. Aber gibt es dafür auch eindeutige wissenschaftliche Belege?

Zumindest nach Auffassung von Forschern um Dr. Wei Ma und Dr. Bo Xi von der Shandong Universität im chinesischen Jinan besteht hier noch Klärungsbedarf.

In ihren Augen ist die Frage, ob sportliche Betätigung mit einer niedrigeren Hypertonie-Inzidenz einhergeht, angesichts partiell widersprüchlicher Studienergebnisse in der publizierten Literatur noch nicht definitiv beantwortet.

13 Studien bewertet

Die chinesischen Forscher haben deshalb zur weiteren Klärung eine umfangreiche Metaanalyse initiiert (Hypertension 2013; online 30. September).

Deren Grundlage bildeten die gepoolten Daten aus 13 prospektiven Beobachtungsstudien, in denen Effekte der körperlichen Aktivität auf den Blutdruck untersucht worden waren.

Beteiligt waren 136.846 Personen, die alle zu Beginn normale Blutdruckwerte aufwiesen. Im Follow-up-Zeitraum von bis zu 45 Jahren (im Median 9,8 Jahre) entwickelten 15.607 Teilnehmer einen Bluthochdruck.

Körperliche Belastung im Beruf zu einseitig?

Das nicht allzu verwunderliche Ergebnis: Je aktiver die Teilnehmer Freizeitsport betrieben, desto niedriger war das Risiko für die Entwicklung eines Bluthochdrucks.

So hatten Personen mit mehr als vier Stunden sportlicher Betätigung pro Woche ein um 19 Prozent niedrigeres Hypertonie-Risiko als Personen, die sich mit weniger als einer Stunde körperlicher Freizeitaktivität begnügten.

Wer zwischen einer Stunde und drei Stunden pro Woche sportlich aktiv war, hatte ein relativ um 11 Prozent niedrigeres Risiko.

Eine stärkere körperliche Aktivität bei der Berufsausübung ist dagegen nach dieser Metaanalyse mit keiner Abnahme des Hypertonie-Risikos assoziiert.

Möglicherweise liege das an der oft sehr einseitigen körperlichen Belastung im Beruf, die deshalb nicht die gleichen günstigen metabolischen und funktionellen Auswirkungen auf den gesamten Körper habe wie Freizeitsport, vermuten die chinesischen Autoren. (ob)

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