Kommentar

GBA ist am Zug bei Gestationsdiabetes

Von Wolfgang Geissel Veröffentlicht: 23.03.2010, 05:00 Uhr

Gestationsdiabetes ist eine der häufigsten Komplikationen in der Schwangerschaft und nimmt weltweit zu. Nach neuen Studiendaten wird in Deutschland bei etwa jeder 30. Schwangeren die Krankheit registriert. Viele Betroffene werden zudem nicht erkannt, was vor allem für ungeborene Kinder fatale Folgen hat.

So lassen sich nach Angaben der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) 28 Prozent der pränatalen Todesfälle auf Schwangerschaftsdiabetes zurückführen. Werden betroffene Frauen nicht oder nur unzureichend behandelt, dann haben ihre Kinder zudem ein hohes Risiko, später selbst Diabetes zu bekommen. Und 40 Prozent der betroffenen Mütter entwickeln binnen zehn Jahren einen Typ-2-Diabetes.

Der als GKV-Leistung angebotene Urinzuckertest in der Mutterschaftsvorsorge ist überholt, denn damit werden 90 Prozent der Fälle eines Gestationsdiabetes übersehen. Der viel empfindlichere orale Glukosetoleranztest wird aber bisher von der GKV nur Schwangeren mit Risikofaktoren bezahlt. Die DDG fordert seit Jahren, allen Schwangeren diesen Test anzubieten. Auch das IQWiG hat vergangenes Jahr Hinweise auf den Nutzen des Screenings anerkannt. Jetzt ist der GBA am Zug, damit der Test Kassenleistung wird und breit eingesetzt werden kann.

Lesen Sie dazu auch: Neue Grenzwerte für die Diagnose Gestationsdiabetes

Mehr zum Thema

Prävention

Gesunde Ernährung muss erlebt werden

Kooperation | Eine Kooperation von: AOK-Bundesverband

IQWiG-Bericht

„Proteomanalyse ohne Nutzen bei Nephropathie“

Das könnte Sie auch interessieren
Umstellung auf GLP-1-RA – Welche Rolle spielt der Hausarzt?

Erfahrungen aus der Praxis

Umstellung auf GLP-1-RA – Welche Rolle spielt der Hausarzt?

Anzeige | Lilly Deutschland GmbH
Was kann ein GLP-1-RA?

Start in die Injektionstherapie

Was kann ein GLP-1-RA?

Anzeige | Lilly Deutschland GmbH
Studienlage im Überblick

GLP-1-RA für Erstverordner

Studienlage im Überblick

Anzeige | Lilly Deutschland GmbH
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Statintherapie mit 80 Jahren beginnen? Klar doch!

Primärprävention

Statintherapie mit 80 Jahren beginnen? Klar doch!

Wie MoniKa Ärzte und Patienten entlastet

Versorgungsprojekt „Mambo“

Wie MoniKa Ärzte und Patienten entlastet

Amnesty: Beschäftigte im Gesundheitswesen in Gefahr

Nicht nur wegen COVID-19

Amnesty: Beschäftigte im Gesundheitswesen in Gefahr

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden