Direkt zum Inhaltsbereich

Gallensteine: Bei Kindern sind Koliken selten

MÜNCHEN (MUC/eb). Bilirubinsteine sind - im Gegensatz zu Erwachsenen - bei Kindern mit 70 Prozent die häufigsten Gallensteine; Cholesterinsteine machen etwa 20 Prozent, gemischte Steine etwa 9 Prozent aus.

Veröffentlicht:

Dabei würden Bilirubinsteine meist durch hämolytische Erkrankungen ausgelöst, berichtete Professor Thomas Lang aus Starnberg beim von der Falk Foundation unterstützten Pädiater-Forum Gastroenterologie 2011 in München.

Auch Hyperkalziämie sei ein Risikofaktor. Cholesterinsteine entstehen bei Mukoviszidose sowie im Rahmen familiärer Belastung und durch Adipositas. Gemischte Steine sind oft bei Cholestase und Cholangitis zu beobachten.

Trotz Gallensteine seien viele betroffene Kinder symptomfrei, hieß es bei der Veranstaltung in München. Liegen überhaupt Beschwerden vor, so sind sie oft unspezifisch; die bei Erwachsenen typische Koliken treten nur bei älteren Kindern auf.

Cholestase-Laborparameter fallen oft nur bei gemischten Steinen pathologisch aus. Diagnostik der Wahl ist die Sonografie. Bei Verdacht auf intrahepatisch lokalisierte Konkremente helfen Magnetresonanz-Cholangiopankreatikografie oder endoskopisch retrograde Cholangiopankreatikografie weiter - mit der Option zur Behandlung.

Therapie der Wahl bei symptomatischen Gallensteinen ist die laparoskopische Cholezystektomie. Bei solitären kleineren (‹ 5 mm) Cholesterinsteinen bietet sich ein Lyseversuch mit Ursodeoxycholsäure an.

Im Fall von Gallengangssteinen kommen die ERCP mit Papillotomie oder transhepatischer Steinextraktion sowie die laparoskopische Gallengangsrevision in Frage.

Bei der akuten steinbedingten Cholezystitis sind eine antibiotische Therapie sowie die Entfernung der Gallenblase innerhalb weniger Tage notwendig.

Ihr Newsletter zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Empagliflozin reduzierte auch bei niedriger Ausgangs-eGFR die Progression der chronischen Nierenkrankheit (Test für Heterogenität/Trend: a) 12=0,06, p=0.81; b) 12=6,31, p=0,012)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [6]

Chronische Nierenkrankheit

SGLT2-Inhibition: Nephroprotektiv auch bei stark erniedrigter eGFR

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Ko KG, Ingelheim am Rhein
Abb. 2: Sekundärer Endpunkt der BOREAS-Studie: Veränderung der Lungenfunktion unter Dupilumab versus Placebo

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Typ-2-Inflammation bei COPD

Bessere Lungenfunktion und mehr Lebensqualität durch IL-4/-13-Hemmung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Berlin, und Regeneron GmbH, München
Abb. 1: AIO-KRK-0424/ass-Registerstudie: Leitlinienadhärenz

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [5]

BRAFV600E-mutiertes mCRC nach systemischer Vortherapie

Registerstudie weist auf Defizite in der Umsetzung der Leitlinienempfehlungen hin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pierre Fabre Pharma GmbH, Freiburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Exklusiv Bundesgesundheitsministerin im Interview

Nina Warken über Reformdruck: „So wie bisher kann es doch nicht weitergehen“

Lesetipps
Blick in ein Blutgefäß

© Superrider / Stock.adobe.com

Hypercholesterinämie

Lipidsenker klug kombinieren