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Gefahr bei hoher Druckamplitude wird unterschätzt

WÜRZBURG (mf). Ist das kardiovaskuläre Risiko höher bei Blutdruck-Werten von 160/110 oder 160/70 mmHg? Die Antwort lautet: Das Mortalitätsrisiko ist höher bei Patienten mit dem zweiten Wert. Darauf weisen Daten der MRFIT-Studie hin.

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Eine isolierte systolische Hypertonie mit einer entsprechend vergrößerten Blutdruckamplitude sei bei älteren Patienten häufiger anzutreffen als bei jüngeren, da ab dem 55. Lebensjahr der diastolische Blutdruck aufgrund der nachlassenden Windkesselfunktion der Aorta sinke, erinnerte Professor Michael Steffen aus Köln auf einer vom Unternehmen Novartis unterstützten Veranstaltung in Würzburg.

Daß die Senkung eines solchen isolierten systolischen Hochdruckes die Rate von kardiovaskulären Komplikationen verringert, sei etwa durch die SHEP-Studie schon seit längerem belegt, sagte Steffen.

Allerdings sei die Blutdruckamplitude in den internationalen Leitlinien zur Hypertoniebehandlung noch nicht etabliert, so Professor Rainer Düsing aus Bonn zur "Ärzte Zeitung". Grundsätzlich wären zur Senkung dieses Parameters Therapien nötig, die die Elastizität der großen Blutgefäße, vor allem der Aorta, verbesserten. Hier stecke die klinische Hypertonieforschung jedoch noch in den Kinderschuhen.

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