Gelenknahe Fixationstechniken sind vorteilhaft

Bei der Studie zur Kreuzbandimplantationen mit Roboter und Kraft-Momenten-Sensor hat sich gezeigt, daß die Lokalisation der Transplantatfixation am Schienbein erhebliche Auswirkungen auf die Stabilität des Knies und die In-situ-Kräfte des Kniesehnentransplantats hat.

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Die beiden gelenknahen Fixationstechniken entwickelten In-situ-Kräfte, die denen des natürlichen vorderen Kreuzbandes sehr nahe kamen. Und sie gewährleisteten eine höhere Stabilität des Knies als die gelenkferne Technik. Es gab jedoch keine bedeutsame Abweichung zwischen den beiden gelenknahen, anatomischen Techniken mit Cross Pins und Interferenzschrauben.

Demzufolge ist sowohl die Kinematik in der primären Stabilisation als auch die anfängliche Fixationsfestigkeit bei der doppelten Cross Pin-Technik ähnlich der bei der Interferenzschraubenfixation. Die Steifigkeit ist ähnlich der des natürlichen vorderen Kreuzbandes. Daher stellt die anatomische Kniesehnentransplantatfixation am Schienbein mit zwei bioresorbierbaren Pins eine Alternative zur anatomischen Interferenzschraubenfixation dar. Das heißt, die natürliche Kniekinematik läßt sich mit beiden Verfahren wiederherstellen.

Darüber hinaus belegte die Studie, daß die Kombination aus Knickarmroboter und Kraft-Momenten-Sensor optimal geeignet ist, solche Forschungen zu machen. Deshalb dürften die sechsachsigen Knickarmroboter noch mehr Einsatzfelder für biomechanische Überprüfungen finden, etwa für Untersuchungen an der Schulter, am Sprunggelenk und an der Wirbelsäule.

Aus wirtschaftlicher Sicht ist es vorstellbar, diese Technologie für den Test von Implantaten, wie Endoprothesen, zu nutzen. Mittlerweile wird das Projekt von der Deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft finanziell unterstützt und an der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie am Universitätsklinikum Münster in einem Roboterlabor fortgesetzt.

Lesen Sie dazu auch: Roboter testet Fixation von Kreuzbandimplantaten

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