Gen für Steuerung von Gerüchen und Schmerzen identifiziert

Patienten mit Ausfall eines einzigen Gens spüren weder Schmerzen noch nehmen sie Gerüche wahr.

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Geruchs- und Schmerzempfindung werden von einen Gen gesteuert.

Geruchs- und Schmerzempfindung werden von einen Gen gesteuert.

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HOMBURG (eb). Was haben Schmerzempfinden und die Wahrnehmung von Gerüchen miteinander zu tun? Auf den ersten Blick gar nichts. Auf genetischer Ebene aber sehr viel.

Wie saarländische Wissenschaftler nun gemeinsam mit Kollegen aus Großbritannien, den USA und Frankreich herausgefunden haben, ist ein einziges Gen dafür verantwortlich, dass Menschen sowohl Schmerz als auch Düfte wahrnehmen (Nature online, 23.2.2011).

Bei Patienten mit einem Funktionsausfall dieses Gens (SCN9A) fehlen diese beiden wichtigen Sinnesempfindungen, wie es in einer Mitteilung der Universität des Saarlandes in Homburg heißt. Die neuen Ergebnisse zeigen detailliert, wie das Gen die Nerven des Geruchssystems kontrolliert.

Damit haben die Forscher nicht nur das erste Human-Gen identifiziert, das die Nervenübertragung des gesamten Geruchssystems direkt steuert. Mit ihrer Arbeit ermöglichen sie auch ein besseres Verständnis, wie Sinnesorgane auf molekularer Ebene funktionieren. Das eröffnet konkrete Anwendungen.

"Die Erkenntnisse sind von großem kommerziellen Interesse, da der Nav1.7-Natriumkanal einen wichtigen Angriffspunkt für die Herstellung neuartiger Schmerzmittel darstellt", so Professor Frank Zufall aus Homburg.

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