Gentechnik

Genveränderte Tomaten mit viel Folsäure

WASHINGTON (dpa). Eine gentechnisch veränderte Tomate mit bis zu 25 Mal mehr Folsäure als im herkömmlichen Gemüse haben US-Forscher produziert. Mit ein bis zwei dieser Tomaten könne der Tagesbedarf eines Erwachsenen gedeckt werden, so die Forscher.

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Folsäure besteht aus Pteridin, para-Aminobenzoesäure und Glutaminsäure. US-Forscher aus Gainesville in Florida veränderten zunächst eine Erbinformation der Tomate so, dass in den Zellen 140 Mal so viel Pteridin gebildet wurde. Die Folsäure-Menge verdoppelte sich in der Folge jedoch nur (PNAS-Online).

In einem zweiten Schritt veränderten die Forscher Erbmaterial, das für die Synthese der para-Aminobenzoesäure wichtig ist. Die so entstandene Tomate bildete bis zu 19 Mal mehr Folsäure. Dann kombinierten die Forscher die beiden veränderten Tomaten-Linien - die Früchte enthielten daraufhin bis zu 25-fach höhere Folsäure-Mengen, im Durchschnitt waren es 840 Mikrogramm je 100 Gramm Fruchtfleisch. Aussehen und Größe der Tomaten veränderten sich nicht.

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