Brustkrebs

Geringere Überlebenschancen ab Körbchengröße C

Sportliche Frauen, die zudem kleine Brüste haben, sind weniger gefährdet, an den Folgen von Brustkrebs zu sterben, als andere Frauen. Schon ab Körbchengröße C ist das Sterberisiko deutlich erhöht, wie eine US-Studie zeigt.

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Je größer der Busen, desto höher ist offenbar das Sterberisiko bei Brustkrebs.

Je größer der Busen, desto höher ist offenbar das Sterberisiko bei Brustkrebs.

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BERKELEY. Frauen, die etwa durch regelmäßiges Joggen körperlich aktiv sind und kleinere Brüste haben, haben ein verringertes Risiko, an den Folgen von Brustkrebs zu sterben.

Hinweise auf diesen Zusammenhang liefert eine US-Studie mit mehr als 79.000 Frauen.

Frauen, die körperlich aktiv sind, senken im Vergleich zu Frauen, die es eher gemütlich angehen lassen, ihr Brustkrebsrisiko um 25%, wie bereits vor vier Jahren in einer kanadischen Studie festgestellt worden ist.

Dr. Paul T. Williams vom Lawrence Berkeley National Laboratory, Life Science Division in Berkeley, hat nun mithilfe einer umfangreichen statistischen Analyse nach Risikofaktoren gefahndet, die bei Frauen, die unterschiedlich intensiv körperlich aktiv sind, die Brustkrebsmortalität weiter beeinflussen.

Fast 80.000 Frauen nahmen teil

Die Daten stammen aus den National Walkers and Runners-Studien mit fast 33.000 Frauen, die regelmäßig joggen, und mehr als 46.000 Frauen, die regelmäßig zumindest stramm spazieren gehen (PLoS ONE 8 (12); e80616).

Beurteilt wurde die Intensität der körperlichen Aktivität in MET-Stunden pro Woche (metabolische Äquivalente), wobei 1 MET dem Ruheumsatz entspricht, also einem Energieverbrauch von 1 kcal je kg Körpergewicht und Stunde.

Die Teilnehmerinnen fielen in die Kategorien mit weniger als 7,5 MET-Stunden pro Woche, zwischen 7,5 und 12,5 MET-Stunden pro Woche und über 12,5 MET-Stunden pro Woche.

Die mittlere Kategorie entspricht dabei den Empfehlungen unter anderem der American Heart Association (AHA) mit mindestens 150 Minuten pro Woche moderater oder 75 Minuten pro Woche intensiver körperlicher Aktivität.

Das Follow-up lag in der Studie bei elf Jahren. In diesem Zeitraum starben 111 Frauen an den Folgen einer Brustkrebserkrankung, etwa gleich viele in jeder der beiden Trainingsgruppen.

Da sich die Reduktion der Mortalität zwischen den beiden Gruppen nicht unterschied, wurden die Daten beider gemeinsam berücksichtigt.

Risikoreduktion war vor und nach der Menopause gleich

Das Risiko, an Brustkrebs zu sterben, war bei körperlich aktiven Frauen mit einem MET von mindestens 7,5 im Vergleich zu Frauen mit weniger als 7,5 MET-Stunden pro Woche um 41,5% verringert (Hazard Ratio, HR: 0,585; 95%-Konfidenzintervall zwischen 0,382 und 0,924; p = 0,02).

Dieser Unterschied blieb auch dann bestehen, wenn Williams den BMI in seiner statistischen Analyse herausrechnete. Die Risikoreduktion war bei Frauen vor und nach der Menopause gleich groß.

Der wichtigste Risikofaktor für Brustkrebsmortalität war der Analyse zufolge die Körbchengröße - die ausschließlich auf den Angaben der Teilnehmerinnen beruhte - als ungefähres Maß für das Brustvolumen. In der Studie berücksichtigt wurden die vier Größen A bis D.

Das Risiko, an den Folgen von Brustkrebs zu sterben, lag demnach bei Frauen mit Körbchengröße C im Vergleich zu Frauen mit Größe A um das Vierfache höher (HR: 3,980; 95%-Konfidenzintervall zwischen 1,894 und 9,412; p = 0,0001) und bei einer Größe von mindestens D sogar um das 4,7-Fache (HR: 4,668; 95%-Konfidenzintervall zwischen 1,963 und 11,980; p = 0,0004), wobei der BMI und weitere Faktoren herausgerechnet worden waren.

War schließlich die Berechnung der Brustkrebsmortalität um die Faktoren Körbchengröße und BMI bereinigt, blieb noch immer die Assoziation zwischen dem Sterberisiko und der körperlichen Aktivität mit über 7 MET-Stunden pro Woche bestehen.

Brustvolumen beeinflusst auch die Überlebensrate

Williams vermutet, dass das Brustvolumen deshalb ein bedeutender Risikofaktor ist, weil körperlich fitte Frauen der Studie meist schlank waren und bei ihnen große Brüste weniger protektives Fettgewebe, aber dafür mehr für maligne Veränderungen anfällige Epithelzellen enthielten.

Zudem erinnerte er daran, dass das Brustvolumen auch die Überlebensrate beeinflusst, und zitierte die Ergebnisse einer schwedischen Studie aus dem vergangenen Jahr, nach der bei Frauen mit einem östrogenrezeptorpositiven Mammakarzinom und einem Brustvolumen von mindestens 850 ml im Vergleich zu Frauen mit kleineren Brüsten das krankheitsfreie Überleben verkürzt ist. (ple)

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