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Herzchirurgie

Gesamtzahl der Eingriffe leicht gestiegen

Die Fachgesellschaft der deutschen Herzchirurgen hat ihre Leistungsstatistik 2014 veröffentlicht.

Veröffentlicht:

FREIBURG. Die Fachgesellschaft der deutschen Herzchirurgen, die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) hat im Rahmen ihrer Jahrestagung in Freiburg die Operationszahlen und Überlebensraten nach herzchirurgischen Eingriffen im Jahr 2014 veröffentlicht.

Genau 100.394 Operationen am Herzen haben die rund 950 in Deutschland tätigen Herz-, Thorax- und Kardiovaskularchirurgen im Jahr 2014 durchgeführt, meldet die DGTHG.

Damit sei die Gesamtzahl dieser Eingriffe das erste Mal seit zehn Jahren wieder auf über 100.000 gestiegen. Im Jahr 2013 wurden 99.132 herzchirurgische Eingriffe durchgeführt.

Zählt man Eingriffe wie Herzschrittmacher- und Defibrillatorim- und explantationen sowie Eingriffe an der herznahen Hauptschlagader ohne Einsatz der Herz-Lungen-Maschine dazu, summiere sich die Anzahl auf 128.546 Eingriffe im Jahr 2014.

Trotz des von Jahr zu Jahr steigenden Alters der Patienten in den herzchirurgischen Abteilungen — 14,2 Prozent der Patienten waren im vergangenen Jahr 80 Jahre und älter — und dem entsprechenden Anstieg von Patienten mit Begleiterkrankungen blieb die Krankenhaus-Überlebensrate in den jeweiligen Eingriffskategorien stabil oder stieg sogar an.

Ein neues Rekordtief habe zum Bedauern der Fachgesellschaft die Zahl der Herztransplantationen erreicht. So wurden 2014 nur noch 294 Herztransplantationen durchgeführt, nachdem es im vergangenen Jahr noch 301 gewesen waren.

Gegenüber dem Jahr 1998, in dem der vorläufige Höchststand mit 526 Herztransplantationen erreicht worden war, stellt dies einen Rückgang um mehr als 40 Prozent dar, wobei eine deutliche Dynamisierung dieses Trends in den letzten drei Jahren zu beobachten war.

Alleiniger Grund für diese Entwicklung ist die zurückgehende Bereitschaft der Bevölkerung zur Organspende.

Um die Patienten am Leben zu halten, bis ein geeignetes Spenderorgan zur Verfügung steht, aber auch aufgrund der fehlenden Spenderherzen immer häufiger als permanente Therapie, wird von den Herzchirurgen zunehmend auf Herzunterstützungssysteme zurückgegriffen, teilt die DGTHG mit: Die Zahl der implantierten Linksherzunterstützungssysteme habe sich von 350 im Jahr 2005 auf 957 im vergangenen Jahr fast verdreifacht, wobei der Trend ganz klar weg vom totalen Herzersatz und der künstlichen Unterstützung beider Herzkammern zu Geräten geht, die entweder die linke oder die rechte Herzkammer unterstützen. (eb)

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